Denkmalschutz
Neuer Verein will die Fortifikation Hauenstein retten

Der Zerfall der Fortifikation Hauenstein soll gestoppt werden. Dafür wurde nun der «Verein Fortifikation Hauenstein» gegründet.

Lorenz Degen Jetzt kommentieren
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So wie dieser Unterstand sehen die Bauten nach über hundert Jahren aus.

So wie dieser Unterstand sehen die Bauten nach über hundert Jahren aus.

Bild: Lorenz Degen

Mit der Fortifikation Hauenstein aus dem Ersten Weltkrieg zerfällt auf den Jurahöhen ein wichtiges Stück europäischer, Schweizer und regionaler Geschichte. Das über 40 Kilometer lange Bollwerk aus dem Ersten Weltkrieg mit seiner grossen zeitgeschichtlichen Bedeutung soll gerettet und unter Schutz gestellt werden. Das fordert das Postulat aus dem Jahr 2018 des Baselbieter Landrats und Präsidenten der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission Pascal Ryf. Mit diesem Vorstoss wurde auf kantonaler Ebene der politische Prozess zur Rettung der historisch interessanten Verteidigungsanlagen in Gang gesetzt.

Pascal Ryf: «Neue Mitglieder sind willkommen»

Eine Gruppe von Interessierten hat nun am 11. Februar 2021 den «Verein Fortifikation Hauenstein» gegründet. Als Präsident wurde Pascal Ryf gewählt. «Neue Mitglieder sind bei uns herzlich willkommen», sagt der Oberwiler auf Anfrage. Der Verein soll ab jetzt die Federführung und Koordination des komplexen Projektes übernehmen, in Kooperation mit den Gemeinden, den Kantonen Baselland und Solothurn, mit dem Bund sowie mit Baselland Tourismus, Universitäten, Fachhochschulen, lokalen Vereinen und Gesellschaften, Unternehmen und Privaten.

Für die Verbindung zur Solothurner Südseite ist im Vorstand der Oltner Christoph Rast zuständig. «Unsere Gross- und Urgrosseltern haben von 1914 bis 1918 unter grossen Einschränkungen gelitten, und diese Zeit gipfelte im Generalstreik 1918. Zehntausende Soldaten lernten damals den Hauenstein unfreiwillig kennen», berichtet der ehemalige Stadtbibliothekar. Daher möchte er sich im Verein engagieren: «Aus diesen Gründen sollten wir ein paar geschichtliche Relikte dieses vierjährigen partiellen Lockdowns erhalten und damit auch an die grosse Grippepandemie 1918/19 erinnern.»

Konzentrieren will sich der Verein auf die besonders erhaltens- und schützenswerten Teile der Fortifikation Hauenstein rund um den Wisenberg sowie im Bereich Belchenflue, Chilchzimmersattel bis zur Lauchflue (Panzertürmli)

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