Niedergösgen

Den Lärmpegel in der Aula senken: Gemeinderat sagt Ja zum Kauf der Liegenschaft

Konzerte, Präsentationen, Versammlungen – die Aula dient ganz unterschiedlichen Zwecken. Auch Gemeindeversammlungen werden hier abgehalten. Nun soll sie zwecks Nutzungsoptimierung saniert werden.

Konzerte, Präsentationen, Versammlungen – die Aula dient ganz unterschiedlichen Zwecken. Auch Gemeindeversammlungen werden hier abgehalten. Nun soll sie zwecks Nutzungsoptimierung saniert werden.

Nach 48 Jahren sollen Aula und Vorraum in Niedergösgen überholt werden – auch die Akustik soll besser werden. Der Gemeinderat stimmte bereits im Juni dem Kauf der Liegenschaft zu.

Der Gemeinderat von Niedergösgen befasste sich an seiner letzten Sitzung unter anderem mit der Aula im Schulhaus. Matthias Keller vom Architekturbüro Lebensformen zeigte dem Rat einen Ansatz von einer möglichen nutzerspezifischen Optimierung der Veranstaltungsräume, bzw. der Aula.

Diese wird von verschiedenen Gruppen der Schule für Präsentationen oder musikalische Darbietungen, für Gemeindeversammlungen, für Generalversammlungen von Vereinen oder als Musikprobelokal für den Orchesterverein genutzt. Es besteht akustisch ein gewisses Anforderungspotenzial, welches nur bedingt erfüllt wird.

Bei Diskussionen mit diversen Nutzergruppen vor Ort wurde festgestellt, dass eine Unterteilung der Aula mit einer Trennwand sicher nicht zielführend wäre, weil durch die Wand die Gruppe nebenan hörbar wäre.

Der offene Vorraum, der als Garderobe dient, wird jetzt schon «zweckentfremdet» und als Schulungsbereich genützt. Dieser Raum soll für solche Unterrichtssequenzen fit gemacht werden. Vorgeschlagen wird eine Abtrennung zum Korridor, ein neuer Gehbelag und akustische Massnahmen.

Ähnliche Veränderungen sind auch in der Aula vorgesehen, denn auch hier sind Textilbeläge und Trittschallbelegung und akustischen Massnahmen wie der Einsatz von raumhohen Vorhängen möglich.

Ausführung in Etappen empfohlen

Die Massnahmen sollen möglicherweise in zwei Etappen bewerkstelligt werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 130'000 Franken. Der Gemeinderat ist zweifelsohne davon überzeugt, dass die Aula saniert werden muss. Die Idee mit dem zusätzlichen Schulraum kommt sehr gut an.

Die Frage stellt sich, ob die Etappierung tatsächlich nötig ist, was aber von Matthias Keller sehr empfohlen wird. Gerade Massnahmen, die zu einer besseren Akustik führen sollen, müssen ettappiert ausgeführt werden. So sieht man, was mit den bisherigen Massnahmen bewirkt werden konnte, und wo und in welcher Form noch Bedarf besteht.

Dass die Aula und der Vorraum nach 48 Jahren Einsatz überholt werden müssen, zweifelt der Rat nicht an. Er möchte viel mehr weitere Abklärungen, beispielsweise zur Lüftungssanierung, machen lassen. Nach regen Diskussionen erteilte der Rat Matthias Keller den Auftrag, auch die haustechnischen Massnahmen in die Abklärungen einzubinden. Ziel ist es, dem Souverän die möglichen Investitionen an der Budgetgemeindeversammlung 2018 zu präsentieren.
Grundstückspreis sorgt für Fragen

Die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Betreuungs- und Pflegezentrum (BPZ) Schlossgarten hat dem Kauf der Liegenschaft an der Neufeldstrasse 6 zugestimmt. Der Vorstand beantragt nun den Zweckverbandsgemeinden, anlässlich der Gemeindeversammlungen, ebenfalls um die Zustimmung zum Kauf. Der Gemeinderat hat bereits einmal darüber beraten und war grundsätzlich dem Kauf wohlgesinnt.

Trotzdem wünschte er vom Präsidenten des Zweckverbandes, Urs Spielmann, wie auch vom Heimleiter, David Wälchli, weitergehende Informationen zum Kauf der Liegenschaft und zum möglichen Bauprojekt. Die beiden Herren folgten der Einladung und standen dem Rat Red und Antwort.

Kaufpreis ein Thema

Ein Diskussionspunkt war natürlich der sehr hohe Kaufpreis von 660'000 Franken für das Grundstück in unmittelbarer Nähe des Altersheims. Der Rat meinte, dass in Niedergösgen wohl noch nie ein solch hoher Quadratmeterpreis bezahlt wurde. Schon beim Kauf des ersten Objekts waren die Kosten ein Streitpunkt. Nun soll noch mehr bezahlt werden. Der Sinn und Zweck des Kaufs ist aus Sicht des Rates unbestritten.

David Wälchli konnte mit verschiedenen schlagkräftigen Argumenten darstellen, dass der hohe Kaufpreis in Kombination mit den sich bietenden Möglichkeiten und dadurch, dass durch die Gewährleistung des ordentlichen Betriebs während der Bauzeit, kein Ertragsausfall entsteht, zu relativieren ist.

Die Finanzierung des Kaufs der Liegenschaft sowie des möglichen Bauprojekts erfolgt vollumfänglich durch den Zweckverband BPZ Schlossgarten. Die Verbandsgemeinden sollen also lediglich zum Kauf des Objekts zustimmen, müssen sich jedoch nicht an den Kosten beteiligen.

Der Gemeinderat stimmte dem Kauf der Liegenschaft zuhanden der Gemeindeversammlung vom 12. Juni einstimmig zu. Allen Interessierten bietet sich die Möglichkeit zur Information aus erster Hand am Donnerstag, 19. April, 19.30 Uhr, im BPZ Schlossgarten, Niedergösgen.

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