Gretzenbach
Das neue Pumpwerk läuft «tadellos»

Das Grundwasserpumpwerk Aarenfeld in Gretzenbach ist in Betrieb − die letzten Arbeiten sind bald abgeschlossen.

Jacqueline Schreier
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Bruno Kissling

Nach gut eineinhalb Jahren Vorbereitungs- und Bauzeit ist das neue Grundwasserpumpwerk in Gretzenbach fertiggestellt. Seit dem 17. März ist das Pumpwerk Aarenfeld nun in Betrieb. Fortan werden die Gemeinden Gretzenbach und Schönenwerd mit Wasser aus dem neuen Werk versorgt. Nach gut einem Monat in Betrieb zieht Jörg Amsler eine erste Zwischenbilanz. Amsler ist Präsident der öffentlich-rechtlichen Unternehmung Wasserversorgung Unteres Niederamt (WVUN), die das Pumpwerk Aarenfeld betreibt. «Die Anlage ist seit gut einem Monat in Betrieb. Seither läuft sie tadellos», so Amsler. Die im Vorfeld durchgeführten und erfolgreich ausgefallenen beiden Pumpversuche haben auch nichts anderes erwarten lassen.

Im Zusammenhang mit diesen Testläufen habe man bereits die Wasserqualität gemessen. «Wir haben eine hervorragende Wasserqualität und die Werte sind top. Speziell und erfreulich ist, dass wir einen deutlich tieferen Härtegrad des Wassers haben und auch der Chlorothalonil-Metabolit Sulfonsäure befindet sich deutlich unterhalb des Grenzwertes», erklärt Amsler. Dies sei der idealen Lage des Pumpwerkes im Grundwasserstrom zu verdanken. Demnächst werde das Labor erneut Messungen durchführen. «Geplant ist eine kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Parameter, die neu online erfasst wird», so der Präsident.

Momentan kann das Pumpwerk maximal 5000 Liter Wasser pro Minute fördern. Diese Menge könnte sich aber bald verdoppeln. Denn zurzeit versorgt das Grundwasserpumpwerk Aarenfeld die Gemeinden Gretzenbach und Schönenwerd, wozu diese Menge an Wasser ausreicht. Es könnten aber noch weitere Gemeinden dazu kommen. Insbesondere für Niedergösgen wäre das eine Option, wie Amsler erzählt.

«Bei der Versorgung weiterer Gemeinden müssten wir die Lage neu beurteilen und schauen, ob wir auf 10'000 Liter Wasser pro Minute aufstocken wollen. Eingerichtet dazu wären wir.» So seien nicht nur das Pumpwerk, sondern auch die genehmigten Schutzzonen sowie die eingeholten Bewilligungen des Amtes für Umwelt und des Lebensmittelinspektorates auf diese Wassermenge ausgelegt.

Pumpwerk muss nochmals abgeschaltet werden

Eigentlich sollte das Pumpwerk bereits Ende Februar in Betrieb genommen werden. «Die Inbetriebnahme hat sich verzögert. Die Bewilligung der elektrischen Versorgung des Transformators für die Pumpen durch das eidgenössische Starkstrominspektorat kam erst spät», erzählt Amsler. Verschoben werden mussten auch die Umgebungsarbeiten. Aufgrund des schlechten Wetters im Januar und Februar konnten diese noch nicht fertiggestellt werden. «Momentan wären die Bedingungen ideal, aber nun ist das Pumpwerk in Betrieb», sagt Amsler.

Denn die Arbeiten könnten nur ausgeführt werden, wenn das Pumpwerk nicht läuft. Zudem müssen die Kennwerte, die sich durch Beobachtung des Untergrundes ergeben, eingehalten werden. «Es ist vorgesehen, dass ab nächster Woche das Pumpwerk für 14 Tage nochmals abgestellt wird, damit die Arbeiten fertig gestellt werden können. Während dieser Zeit beziehen wir das Wasser von Aarau», erklärt Amsler. Mit der Eniwa bestehe seit Beginn dieses Jahres ein Versorgungssicherheitsvertrag. Die Wasserversorgung sei somit jederzeit gewährleistet. Nach Beendigung der Umgebungsarbeiten, zu denen das Anlegen eines neuen Wegnetzes mitsamt Zufahrtsweg gehört, fehle dann nur noch die Errichtung des Zaunes und die Signalisation.

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