Hauenstein-Ifenthal
Das frisch gestrichene Salzsilo bleibt, wie es ist

Die Gemeindeversammlung von Hauenstein-Ifenthal hat sich gegen den Vorschlag entschieden, eine Malerei auf dem Salzsilo anzubringen.

Gabriela Strähl
Drucken
Teilen

An der diesjährigen Budgetgemeindeversammlung in Hauenstein-Ifenthal gab ein Vorschlag am meisten zu reden: Peter Sigrist hatte vorgeschlagen, am Salzsilo ein Bild anzubringen, das Hauenstein-Ifenthal repräsentiert. Dafür wollte er der Gemeinde nur das Material in Rechnung stellen, was sich auf etwa 350 Franken belaufen hätte. Die Bevölkerung sollte Vorschläge für ein Motiv machen, eine noch unbestimmte Jury sollte die Wahl treffen.

Silo eben frisch gestrichen

Unter den 15 anwesenden Stimmberechtigten gab es aber Zweifel, ob diese Dekoration nötig ist. Ein Stimmbürger wies darauf hin, dass das Silo in diesem Jahr neu gestrichen wurde und eine solche Diskussion in ein paar Jahren mehr Sinn mache, wenn es nicht mehr so schön aussehe. Dies schien der Schlusstenor zu sein, stimmten doch 14 von 15 Anwesenden bei einer Enthaltung gegen eine Malerei auf dem Silo.

Einstimmig genehmigt wurde der neue Schulvertrag mit Trimbach, der nun rückwirkend ab 1. Januar 2016 gilt. Die wichtigste Änderung betrifft die Finanzierung: neu regelt eine Schülerpauschale, wie viel Hauenstein-Ifenthal an Schüler der Sekundarschule B und E an Trimbach bezahlt. Weiter wurde die Kündigungsfrist des Vertrags auf zwei statt ein Jahr hochgesetzt.

Budget leicht im Minus

Das Budget schliesst in der Erfolgsrechnung mit einem leichten Aufwandüberschuss von 6'370 Franken. Investitionen stehen im nächsten Jahr keine grösseren an. Insgesamt wird ein Finanzierungsüberschuss von 97'728 Franken erwartet. Leicht im Minus schliessen die Sonderfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung.

Laut Finanzverwalter Ruedi Ziegler liege dies an der Reservenbildung, um anfallende Reparaturen an den Leitungen finanzieren zu können. Unverändert bleibt der Steuersatz von 133 Prozent für natürliche und juristische Personen. Einzig hochgesetzt wurde der Maximalbetrag der Feuerwehrersatzabgabe von 400 auf 500 Franken pro Jahr.

Premiere geschafft

Die diesjährige Budgetgemeindeversammlung war die erste unter der Leitung des neuen Gemeindepräsidenten Stefan Berchtold. Ein Anwesender richtete gleich eine Frage an ihn, nämlich welche Ideen dem Präsidenten vorschwebten, um die finanzielle Situation von Hauenstein-Ifenthal langfristig zu verbessern. Spruchreif sei noch nichts, erklärte Berchtold, im Gemeinderat würden aber verschiedene Optionen diskutiert. Eine Möglichkeit seien gewinnabwerfende Investitionen, beispielsweise eine Solaranlage.

Die andere Möglichkeit sei es, dieselben Leistungen zu einem niedrigeren Preis anbieten zu können, beispielsweise durch eine Zusammenarbeit mit Trimbach, was die Gemeindearbeit angehe. In der nächsten Zeit soll das Gespräch mit dem Besitzer der Liegenschaft des ehemaligen «Bolero»-Motels gesucht werden. Ein Anwesender schlug vor, als Gemeinde die Liegenschaft zu kaufen und Alterswohnungen zu realisieren. Weiter wies Berchtold auf den Neujahrsapéro am 1. Januar 2018 hin, wofür eine Einladung noch folgt.