Schönenwerd

Das Bally-Areal ist gesichert: Das Hochwasser kann kommen

Blick auf das Aareufer zwischen Brücke und Kosthaus: Die neuen Bäume sind gesetzt, die Mauer ist fertig.

Das Bally-Areal in Schönenwerd ist nun vor Hochwasser geschützt. Die Bauarbeiten an der 400 Meter langen Betonmauer sind so gut wie fertig.

Seit über einem Jahr wird am Aareufer in Schönenwerd gebaut. Das Bally-Areal wäre im Falle eines Hochwassers nämlich nicht genügend gut geschützt, fand der Kanton heraus. Eine 400 Meter lange Betonmauer sollte dies ändern.

Zuerst musste die Baumreihe weg. Rund 30 Platanen wurden entfernt. Danach ging es los mit dem Bau der Hochwasserschutz-Mauer. Mittlerweile ist diese fertig. Einzig drei Durchgänge sind noch offen. Es sind Stellen, an denen die Feuerwehr im Notfall Löschwasser aus der Aare pumpen kann. «Drucktore werden diese drei Lücken füllen», erklärt Gabriel Zenklusen. Er ist Abteilungsleiter für Wasserbau beim kantonalen Amt für Umwelt. «Nach den Sommerferien werden diese Tore eingebaut sein», sagt er.

Für den Fall, dass es bis dahin zu einem Hochwasser kommen sollte, ist man aber auch gerüstet. In diesem Falle werden man die Lücken mit Stahlplatten schliessen. Ansonsten stehen nur noch Wiederherstellungsarbeiten an. Spätestens Ende Jahr wird man mit allen Arbeiten fertig sein. Die Bäume wurden übrigens ersetzt: Anstelle der Platanen wurden Spitzahorne gepflanzt.

Die Hochwasserschutz-Arbeiten in Schönenwerd sind Teil eines grösseren Projekts. «Hochwasserschutz und Revitalisierung Olten-Aarau» nennt sich dieses. 2013 wurde es bewilligt, es kostet den Kanton insgesamt 27,5 Millionen Franken. An insgesamt fünf Orten wird der Hochwasser-Schutz entlang der Aare zwischen Olten und Aarau verbessert. Neben Schönenwerd in Winznau, an zwei Stellen in Obergösgen und in Erlinsbach SO. Schönenwerd ist das letzte Puzzlestück. Dieses Jahr wird man das mittlerweile fünfjähriger Projekt zu Ende bringen. «Wir sind momentan zwar noch nicht ganz fertig, werden das Kostendach aber einhalten können», sagt Zenklusen. Weiter betont er: «Die Arbeiten sind in diesen fünf Jahren reibungslos verlaufen.»

Zwei Baustellen vor Ort

Zurück zu der Baustelle in Schönenwerd: Gleichzeitig läuft unabhängig von den Hochwasserschutz-Arbeiten am selben Ort ein weiteres Projekt. Die Abwasserregion Schönenwerd saniert nämlich die Kanalisation. Der Sammelkanal zwischen Bally-Kosthaus und Werkhof muss ausgebessert werden. Deshalb ist auch der Uferweg dort noch bis im Herbst gesperrt. Man würde sich aber nicht gegenseitig in den Weg kommen, meint Zenklusen. «Wir mussten einfach im Vorfeld gut genug planen.»

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