Corona-Virus
Das AKW Gösgen verschärft die Hygienemassnahmen

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Es werden keine Besucherführungen mehr im AKW Gösgen angeboten.

Es werden keine Besucherführungen mehr im AKW Gösgen angeboten.

Bruno Kissling

Die Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt haben aufgrund des Corona-Virus diverse Massnahmen ergriffen, um einer Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. So soll die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt werden und auch eine mögliche Weiterverbreitung des Virus unter den Mitarbeitenden bekämpft werden. Wie die Aargauer Zeitung berichtete, wurden nebst Massnahmen bezüglich der Hygiene auch Home Office und in Beznau sogar eine Feriensperre angeordnet.

Auch im Kernkraftwerk Gösgen (KKG) gelten verschärfte Vorschriften, um den Virus zu bekämpfen. Die Pläne zum Umgang mit einer Pandemie seien vorhanden und es würden Massnahmen daraus umgesetzt, wie Barbara Kreyenbühl, Leiterin Kommunikation des KKG, auf Anfrage sagt. Darunter zählen beispielsweise die Einstellung der Besucherführungen oder das Absagen und Verschieben von Meetings und Dienstreisen. Auch zusätzliche Hygienemassnahmen gehören zu diesem Plan, wie etwa mehr Sitzabstand und bargeldloses Bezahlen im Personalrestaurant, die Intensivierung der Reinigungsarbeiten sowie die Empfehlungen des Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Das AKW Gösgen habe frühzeitig auf das Corona-Virus reagiert, erklärt Kreyenbühl. «Das KKG als kritische Infrastruktur beobachtet die Ausbreitung des Coronavirus seit anfangs Februar 2020 und hat bereits früh Massnahmen eingeleitet.» Die Mitarbeiter seien sensibilisiert worden und hielten sich an die angeordneten Massnahmen. So seien bislang auch noch keine dem Corona-Virus verschuldeten Krankheitsausfälle verzeichnet worden, sagt Kreyenbühl.

Doch was, wenn der Ernstfall eintreten würde? Wie Kreyenbühl erklärt, sind die verschärften Massnahmen dazu ausgelegt, dass der Betrieb des KKG weiterhin gewährleistet werden kann und zwar so, dass alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Auch die AKWs Beznau und Leibstadt zielen mit ihren Massnahmen darauf ab, dass der Betreib möglichst lange - auch mit verringerter Anzahl Mitarbeiter - aufrecht erhalten bleiben kann. (jsr)