Die CVP-Kantonalpräsidentin Sandra Kolly ist überrascht über die Nichtwahl von Kurt Henzmann, der seit 2013 ebenfalls im Kantonsrat sitzt. «Ich verstehe nicht genau, wieso bei einem möglicherweise vorhandenen Unmut die anderen Parteien nicht zu den Gemeinderatswahlen antreten oder einen Gegenkandidaten bei den Präsidiumswahlen stellen.»

Sie sagt aber auch, dass Henzmann nun das Resultat vom Sonntag ernst nehmen und wahrscheinlich Konsequenzen daraus ziehen müsse. «Auch wenn es weh tut.» Ihrer persönlichen Meinung nach könne es nun im zweiten Wahlgang nicht einfach zu stillen Wahlen kommen. «Das würde dem Wählerwillen nicht entsprechen und wäre ein merkwürdiges Zeichen.»

In ihren Augen müsste nun das Gemeindepräsidium neu ausgeschrieben werden. Als Empfehlung an die CVP in Niedergösgen will sie das aber nicht verstanden wissen. Kolly: «Ich denke, Kurt Henzmann ist erfahren genug, dass er nun die richtige Entscheidung trifft.» Persönlich konnte sie noch nicht mit ihm sprechen, die Kantonalpartei würde aber Hilfe anbieten, falls dies erwünscht wäre.

Der Niedergösger Gemeindepräsident Kurt Henzmann hat seine Wiederwahl nicht geschafft, obwohl er der einzige Kandidat war. 350 Stimmen hat er am Sonntag im ersten Wahlgang erhalten, aber 386 Wahlzettel waren leer. 19 Stimmen fehlten ihm zum absoluten Mehr von 369 Stimmen. (fmu)