Niedergösgen/Schönenwerd
Chinese gerät bei «Schwelliplatte» in Wasserwalze – junger Passant rettet den Bewusstlosen aus der Aare

Das beherzte Eingreifen eines jungen Mannes hat am Freitagnachmittag einen schweren Badeunfall in der Aare bei Niedergösgen verhindert. Er sprang in den Fluss und rettete einen bewusstlosen Chinesen aus dem Wasser.

Merken
Drucken
Teilen
Der junge Mann wurde bei der «Schwelliplatte» in Niedergösgen/Schönenwerd in die Wasserwalze gezogen.

Der junge Mann wurde bei der «Schwelliplatte» in Niedergösgen/Schönenwerd in die Wasserwalze gezogen.

Kapo SO

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Solothurn begab sich ein junger Chinese am Freitag gegen 13 Uhr unterhalb der so genannten «Schwelliplatte» bei Niedergösgen/Schönenwerd in den alten Aare-Lauf.

Zwar trug der Mann eine Schwimmweste, jedoch verlor er in der Aare offenbar den Halt. In der Folge geriet er kurzzeitig in die Wasserwalze unterhalb der Schwellenplatte. Bewusstlos wurde er danach wieder herausgeschwemmte und trieb die Aare hinunter.

Dies bemerkte ein junger Mann, der sich an der Aare aufhielt und zeigt Mut. Sofort sprang in die Aare und zog den bewusstlosen Verunfallten ans Ufer.

Eine andere anwesende Person verständigte den Rettungsdienst. Der verunglückte Chinese wurde ins Spital gebracht und dürfte laut derzeitigen Informationen der Kapo Solothurn keine ernsthaften Verletzungen davon tragen. (edi)

Vorsicht in Fliessgewässern: Die Kantonspolizei Solothurn empfiehlt folgende Sicherheitsvorkehrungen

Die warmen Temperaturen verführen im Sommer zur Abkühlung in der Aare oder in der Emme. Doch Vorsicht: Sowohl das Schwimmen in wie auch eine Fahrt auf Fliessgewässern mit Schlauchbooten oder Luftmatratzen bergen Gefahren. Im vergangenen Jahr ertranken rund 50 Personen in Schweizer Gewässern. Das sind Unfälle, die vermieden werden können.

Die Polizei empfiehlt daher, die gängigen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten:

- In freie Gewässer (Flüsse, Weiher und Seen) wagen sich nur gute und geübte Schwimmer.

- Kinder nur begleitet ans Wasser lassen – kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen.

- Strömungsgeschwindigkeit niemals unterschätzen.

- Nie in den Bereich von Wasserwalzen gehen. Selbst gute Schwimmer können sich aus der Sogwirkung nicht mehr durch eigene Kraft befreien.

- Nie überhitzt oder unter Einfluss von Alkohol oder Drogen ins Wasser springen.

- Distanz halten zum Schiffverkehr, zu Wehren und Brückenpfeilern.

- Nicht von Brücken springen. Die Wassertiefe ist oft nicht ausreichend und langsam versinkendes Schwemmholz birgt eine zusätzliche Gefahr.

- Lange Strecken nie alleine schwimmen! – Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.