Starrkirch-Wil

Buskonzept stösst im Gemeinderat auf Unverständnis

Die Variante 3A sieht vor, dass eine rein innerstädtische Linie 503 vorgesehen wird.

Die Variante 3A sieht vor, dass eine rein innerstädtische Linie 503 vorgesehen wird.

Der Gemeinderat Starrkirch-Wil hat sich an der letzten Sitzung erneut mit den Varianten des neuen Buskonzepts auseinandergesetzt und sich für eine Minimalvariante entschieden.

Der Gemeinderat von Starrkirch-Wil hat sich an seiner letzten Sitzung nochmals mit dem neuen Buskonzept Olten Gösgen Gäu auseinandergesetzt. Die vom Amt für Verkehr und Tiefbau vorgeschlagenen Varianten stiessen beim Gemeinderat auf Unverständnis. Schlussendlich sah sich der Gemeinderat angesichts der drohenden Mehrkosten ohne entsprechenden Nutzen genötigt, sich für eine Minimalvariante zu entscheiden.

Bereits im Frühling 2017 hat das Amt für Verkehr und Tiefbau dem Gemeinderat Neuregelung des Buskonzeptes Olten Gösgen Gäu zur Stellungnahme unterbreitet. Der Gemeinderat hat sich damals für die Variante 3A ausgesprochen.

Beide Varianten kosten mehr

In der Zwischenzeit haben verschiedene Gespräche stattgefunden. Das Amt für Verkehr und Tiefbau hat der Gemeinde zwei Varianten (1A und 3A) für Anpassungen des Buskonzeptes auf Fahrplanwechsel Dezember 2018 unterbreitet. Die Variante 1A sieht vor, dass die bisherige Buslinie 503 nicht mehr beim Gemeindezentrum endet, sondern via Nigglisbergstrasse – Dorf-strasse – Aarauerstrasse zum Meierhof weitergeführt wird.

Um dem Bus die Ausfahrt in die Aarauerstrasse zu ermöglichen, soll an der Kreuzung eine Lichtsignalanlage (eine sogenannte Dunkelanlage) installiert werden, welche vom Bus bedient werden kann. Diese Variante führt für die Gemeinde zu einmaligen Investitionskosten (Gemeindebeitrag an Dunkelanlage 51 000 Franken).

Ausserdem würde der jährliche Gemeindebeitrag an den Öffentlichen Verkehr von derzeit rund 94 000 Franken (Stand 2016) auf rund 130 000 Franken ansteigen. Dafür bestünde ein 1/4-h-Takt mit Anbindung an die Fernverkehrsanschlüsse beim Bahnhof Olten, wobei die Anschlussverbindungen zur vollen und halben Stunde aber äusserst knapp berechnet sind.

Die zweite Variante 3A sieht vor, dass eine rein innerstädtische Linie 503 vorgesehen wird, welche nicht mehr über das Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil führt. Die nächstliegende Haltestelle dieser Buslinie befindet sich im Bereich der Höhenstrasse Ost, beim Coop Wilerfeld.

Der Dorfteil Wil würde dagegen durch eine neue Busverbindung Dulliken Zentrum – Wilberg – Wil – Bahnhof Olten bedient. Diese Buslinie hat einen 1/2-h-Takt ohne Anbindung an die Fernverkehrsanschlüsse am Bahnhof Olten. Am Abend und an Sonn- und Feiertagen besteht bei dieser Variante jedoch ein sehr eingeschränktes Angebot.

Der jährliche Gemeindebeitrag an den Öffentlichen Verkehr würde trotzdem auf rund 100 000 Franken ansteigen, obwohl gegenüber der heutigen Buserschliessung Verschlechterungen zu verzeichnen sind. Bei beiden Varianten wäre ausserdem eine zweite Haltekante bei der Haltestelle Gemeindezentrum zu bauen.

Für Variante 3A entschieden

Der Gemeinderat hat schlussendlich angesichts der drohenden Mehrkosten ohne entsprechenden Nutzen beschlossen, die Variante 3A zu wählen. In Abweichung zur kantonalen Variante hat sich der Gemeinderat jedoch dafür ausgesprochen, dass die Bushaltestelle beim Gemeindezentrum ersatzlos aufgehoben wird. Die Buslinie soll nicht mehr über die Schlaufe untere Schulstrasse/Nigglisbergstrasse führen, sondern auf direktem Weg über die Dullikerstrasse. Die Haltestellen beim Restaurant Landhaus werden unverändert beibehalten.

Mit der dadurch resultierenden Einsparung der Nettofahrzeit lässt sich allenfalls – dies wäre zumindest ein Wunsch des Starrkirch-Wiler Gemeinderates – eine Optimierung bei den Zuganschlüssen am Bahnhof Olten erreichen. Der jährliche Gemeindebeitrag an den Öffentlichen Verkehr sollte sich durch diese Massnahme gegenüber heute auch nicht erhöhen.

Gemeinde mietet Parkplätze

Die Parkplätze beim ehemaligen Postgebäude konnten bislang, das heisst insbesondere auch nach Aufhebung der Poststelle, im Einverständnis mit dem neuen Grundeigentümer von den Friedhof- und Kirchenbesuchern benützt werden. Der Eigentümer hat nun private Mietinteressenten und dadurch stünden diese Parkplätze für die Öffentlichkeit ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Bevor die Parkplätze privat vermietet werden, hat der Grundeigentümer der Gemeinde ein Mietangebot unterbreitet.

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, dass der Gemeinde den gesamten Parkplatz für die Besucher der Kirche und des Friedhofes mietet. Diese Miete gilt bis zum Baubeginn eines Neubaus auf dem Grundstück. Die Mietkosten belaufen sich auf 400 Franken pro Monat. An diesen Kosten beteiligt sich die Christkatholische Kirchgemeinde Region Olten mit einem Beitrag von Fr. 100 Franken pro Monat.

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