Lostorf

«Burglind» und Euro wirken sich aus: Wertholzsubmission zahlt sich aus

Der Erlös der diesjährigen Wertholzsubmission beläuft sich auf rund 49'000 Franken. Der Anteil an Eichenholz beträgt rund fünf Sechtel.

Organisiert vom Bürgergemeinden- und Waldeigentümerverband Olten-Gösgen sowie den Försterverbänden Olten-Gösgen und Thal-Gäu, ging dieses Jahr die 23. Wertholzsubmission über die Bühne. Am Dienstagnachmittag bestand für die Verkäufer, die Vertreter der genannten Forstbetriebe, Gelegenheit, die 97 gelieferten Holzstämme im Buerwald südöstlich von Lostorf in Augenschein zu nehmen. Begrüsst wurden die rund 20 Personen durch Georg Nussbaumer, Revierförster des organisierenden Forstreviers Unterer Hauenstein. Nussbaumer wies einleitend darauf hin, dass die offerierte Menge mit 158,64 m3 um rund 15 m3 unter dem Angebot des letzten Jahres lag. Die tiefere Schlagmenge sei immer noch auf den Einfluss des Sturms «Burglind» zurückzuführen, der im Januar 2019 für eine grosse Menge Fallholz in der Region sorgte, was wiederum zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil an von Borkenkäfern befallenem Schlagholz geführt habe.

80 wurden angeschrieben, 14 reichten Gebote ein

Bis am letzten Sonntag hatten die Kaufinteressenten Gelegenheit, ihre Gebote für die 14 verschiedenen Holzarten einzugeben. «Von den 80 angeschriebenen und eingeladenen potenziellen Käufern haben nur 14 ein Angebot eingereicht», wusste der Revierförster zu berichten. Gemessen an den Umständen sei man aber sehr zufrieden. Die gebotenen Preise für 94 der 97 Stämme liegen gesamthaft bei 48'733 Franken, wobei der Anteil verkauften Eichenholzes mit 31'256 Franken klar den Löwenanteil ausmacht.

Jedoch bildet dieser Laubbaum, dessen Holz hauptsächlich für die Möbelindustrie, aber auch zur Herstellung von Weinfässern verwendet wird, mit einer Schlagmenge von 86,15 m3 auch mehr als die Hälfte des dargebotenen Holzes ab. Es folgen Douglasie mit 17,03 m3, Esche mit 13,30 m3, Fichte mit 11,74 m3 und Bergahorn mit 8,63 m3. Der Rest – knapp 22 m3 – verteilt sich auf die Bestände von Föhre, Feldahorn, Lärche, Linde, Nussbaum, Robinie, Ulme, Zuckerahorn und Zwetschge. Geschlagen wurden Bäume mit einem mittleren Durchmesser von mindestens 50 Zentimetern.

Interessant ist auch der Kubikmeter-Erlös pro Baumart. Hier ist ganz klar der Zwetschgenbaum führend (777 Franken) vor Bergahorn (539 Franken), Nussbaum (393 Franken), Eiche (363 Franken), Douglasie (263 Franken) und Lärche (256 Franken). Relativ günstig zu haben waren Fichte (122 Franken), Ulme (130 Franken), Föhre (144 Franken) und Robinie (146 Franken). Gar kein Gebot gab es für drei Bäume (zwei Zucker- und einen Feldahorn), bei denen Nussbaumer aber zuversichtlich ist, trotz der etwas mangelhafteren Qualität auch noch Käufer zu finden.

Heuer nur inländische Kaufinteressenten

A propos Kaufinteressenten: Laut dem Revierförster haben sich dieses Jahr nur inländische Interessenten gemeldet. Das Echo aus dem Ausland blieb aus, dies wegen des erstarkten Schweizer Frankens respektive des schwachen Euro. Somit blieben auch die französischen Käufer aus, die sich hauptsächlich für Eichenholz zu begeistern vermögen, das für Weinfässer verwendet wird. Die übrigen Holzsorten finden durchweg Abnehmer in der Möbelindustrie. Speziell Bergahorn und Zwetschge etwa werden hauptsächlich zu Furnierholz verarbeitet; Lärche und Douglasie finden als Verschalungen und für Holzböden Verwendung.

Insgesamt war es also eher ein mageres Jahr. Doch Nussbaumer appellierte an seine Berufskollegen aus den Forstbetrieben Hinteres und Mittleres Thal, Mittleres und Unteres Gäu, Unterer Hauenstein sowie aus den Bürgergemeinden Kappel und Niedergösgen, die heuer angeboten hatten: «Wenn die Wertholzsubmission auch in Zukunft von Bedeutung sein soll, brauchen wir mehr Holz, das uns geliefert wird.» Ob dann das Interesse wieder steigt, wird sich zeigen.

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