Dulliken
Burglind setzte der Bürgergemeinde zu - sie entwickelt sich trotzdem gesund

27 Bürger kamen an die Bürgergemeindeversammlung. Sie stimmten dem Budget und dem Investitionsplan zu. Thema war ausserdem der Holzschlag.

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Trotz einiger wegweisenden und kostenrelevanten Geschäften konnte die diesjährige Budgetgemeindeversammlung der Bürgergemeinde Dulliken nicht mehr Teilnehmer als üblich in den Mehrzwecksaal locken. So durfte der Bürgerpräsident 27 Bürger begrüssen.

Zuerst stand die Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) auf der Traktandenliste. Die aktuelle DGO stammt aus dem Jahr 2011. Seit der Einführung des neuen Ressortsystems im Bürgerrat ist eine Anpassung notwendig geworden, da die zeitliche Belastung der Beamten und der Bürgerräte in den vergangenen Jahren stetig zunahm sowie eine immer höhere Arbeitsqualität verlangt wird. Auch im Vergleich zu anderen Bürgergemeinden sind die Entschädigungen deutlich tiefer angesetzt. Der Souverän stimmte den Anträgen des Bürgerrates mit den überarbeiteten Anhängen der DGO rückwirkend auf den 1. Januar 2018 einstimmig zu.

Anschliessend stellte Martin Henzmann, Ressortleiter Finanzen/Personelles, den Voranschlag 2019 vor. Im Budget 2019 schlägt erstmals die überarbeitete DGO, respektive die neue Ratsorganisation durch. Jedoch nicht in so gravierender Weise wie vorerst erwartet. Zugunsten des geplanten Wärmeverbunds werden 2019 auf Investitionen bei den Liegenschaften verzichtet. Aus diesem Grund wurde aber die Position «baulicher Unterhalt» bei allen Liegenschaften für 2019 etwas erhöht. Das Gesamtportfolio der Liegenschaften soll mit einer Gesamtanalyse auf Wirtschaftlichkeit und Investitionsbedarf überprüft werden, als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen 2020. Mit den Pachtzinsen, dem Kiesabbau und der Wiederauffüllung erwartet man die geplanten Ergebnisse. Zusammenfassend resultiert ein Überschuss von rund 185 584 Franken.

Die Anwesenden nahmen auch den Investitions- und den Finanzplan 2019 bis 2025 zur Kenntnis. Trotz hohem Investitionsbedarf, aber mit guten Kieseinnahmen, weisen sie in eine gesunde Entwicklung der Bürgergemeinde.

Verlust wegen Sturm

Nun informierte auch Guido Bärtschi, Ressortleiter Waldwirtschaft, über den Voranschlag 2019: In der kommenden Schlagsaison wird nur rund zwei Drittel der ordentlichen Jahresnutzung realisiert, infolge der schwierigen Marktsituation nach den grossen Sturm- und Käferholzmengen. Nach Burglind wird mit Gesamtkosten von 320 000 Franken auf die nächsten zwei Jahre verteilt gerechnet, für die Wiederbewaldung und Sanierung der Wege. Vom Kanton werden etwa 70 Prozent der Kosten übernommen, die restlichen Kosten trägt der Forstbetrieb selber. Sturmbedingt rechnet der Forstbetrieb für das kommende Jahr deshalb mit einem Verlust von 50 000 Franken, die auf die verschiedenen Gemeinden verteilt werden. Die Pauschalbeiträge der Waldeigentümer werden unverändert bei 65 Franken pro Hektare bleiben.

Ausbau von Wärmeverbund

Bürgerpräsident Matthias Weidmann und Peter Wyss, Ressortleiter Energieerzeugung, führten dann durch das Zukunftsprojekt der Bürgergemeinde. In den nächsten Jahren muss laut den Vorschriften der Luftreinhalteverordnung bei der bestehenden Schnitzelheizung ein neuer Filter eingebaut werden. Bei der Planung dieses Vorhabens wurde die Möglichkeit eines weiteren Ausbaus des Wärmeverbundes überprüft. Die Bürgergemeinde wurde ausserdem von zwei Bauherren für ihre Bauprojekte für die Lieferung von Energie angefragt. Ebenfalls bekundete die Einwohnergemeinde ihr Interesse für den Energiebezug des alten Schulhauses.

Die Firma Gunep wurde beauftragt, die Machbarkeit einer Erweiterung des Wärmeverbundes zu prüfen und die Kosten zu ermitteln. Dabei wurde aufgezeigt, dass nach einem Ausbau die Anlage gewinnbringend betrieben werden kann. Es wurden rege Fragen zu diesem Vorhaben gestellt und nach erschöpfter Diskussion stimmte der Souverän, mit drei Enthaltungen, einem Rahmenkredit in der Höhe von 1,7 Millionen Franken zu. Ein erster Kredit in der Höhe von 1,1 Millionen Franken wird per sofort freigegeben. Erst bei positivem Bau- und Ergebnisverlauf, abgesichert durch eine Zweitmeinung eines Ingenieurbüros, wird die nächste Phase freigegeben, ansonsten wird das Projekt gestoppt.

Weiter informierte Antonio Morgillo, Ressortleiter Liegenschaft, über den erfolgreichen Abschluss der Dachsanierung Ernihof. Die Motionäre bedanken sich bei der Bürgergemeinde für die schnelle Abwicklung dieses Projektes. Zudem wird das siebeneinhalb Meter hohe Kreuz auf dem Engelberg, das der Bürgergemeinde gehört, aus dem Anna Kaspar Stipendienfonds erneuert. Der Restbetrag wird dem Altersheim Brüggli für die Erstellung des Kinderspielplatzes überwiesen. Zuletzt lädt der Bürgerrat noch am 2. Januar 2019 zur Einweihung des Chutzenbrunnens und der Wegweiser ein. (mgt)

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