Niedergösgen

Bunte Steinschlange um das Schulhaus: Kinder bringen Farbe in den Alltag

Kinder sorgen mit farbigem Herzensprojekt für Freude

Kinder sorgen mit farbigem Herzensprojekt für Freude

In Niedergösgen schenken bemalte Steine rund um das Schulhaus den Menschen während der Corona-Krise Zuversicht und Freude.

Serena und Ilaria aus Niedergösgen haben Grosses vor: eine farbige Steinschlange um das Schulhaus. Sie malen mit Begeisterung – und ermuntern auch andere an ihrem Projekt mitzuhelfen.

Fleissig zeichnen, malen und färben Kinder aus Niedergösgen mit ihren Stiften Steine an. Diese reihen sie in einer langen Schlange um das Schulhaus. Damit die Kette bis zum Schulbeginn am 11. Mai so lang wird, liegt noch viel Arbeit vor ihnen.

«Es geht einfach darum, dass die Kinder etwas gestalten können, das ihnen Freude bereitet.» Das sagt Tanja Cravo. Sie hatte die Idee zum Projekt. Letzte Woche sendete auch der regionale TV-Sender Tele M1 einen Bericht über das kreative Schaffen ums Schulhaus.

Cravo sagt über ihre Idee: «Ich war inspiriert von einer Facebook-Gruppe, in der Leute Steine anmalen und sie verstecken. Der Finder postet dann jeweils ein Foto in der Gruppe.» Cravo und ihre Tochter Fiona sind ebenfalls in dieser Gruppe dabei. Als dann der Lockdown kam und man nicht mehr so oft draussen war, hätten sich die angemalten Steine auf ihrem Balkon gesammelt.

Sie haben Freude: Serena (links) und Ilaria Carcieri am Malen.

Sie haben Freude: Serena (links) und Ilaria Carcieri am Malen.

So entstand die Idee der Schlange ums Schulgebäude. Rasch wurden es immer mehr Steine. Domenico Carcieri ist ein Bekannter Cravos. Seine zwei Töchter Serena und Iliara sind über das Projekt begeistert und die ganze Zeit am Malen. Domenico Carcieri sagt: «Ich finde es eine tolle Sache. Es bietet den Kindern eine sinnvolle Abwechslung. Sie investieren viel Zeit dafür.» Zudem sei es eine handfeste Beschäftigung neben den vielen Aktivitäten auf den sozialen Medien, die zurzeit stattfänden.

Was passiert mit den Steinen beim Schulstart?

Cravo sagt darauf angesprochen: «Ich habe die Schulleitung zuerst angefragt. Diese meinte, wir sollen doch einfach mal anfangen.» Was mit den Steinen beim Schulstart passiert, weiss Cravo noch nicht. Vielleicht könne man die Kunstwerke in einer Ecke des Schulhausplatzes sammeln und eine Weile ausstellen. Ansonsten würde sie diese mit nach Hause nehmen. «Dafür werde ich dann wohl ein paar Mal laufen müssen», sagt sie lachend.

Die Steine werden von Cravos jeweils auf Spaziergängen an der Aare gesammelt. Die Kinder malen dann mit Acrylstiften drauf. Damit die Zeichnungen möglichst lange halten, fixiert Cravo diese zusätzlich mit Klarlack. «Als die Baumärkte wieder öffneten, musste ich erst mal meinen Vorrat auffüllen.» Mitmachen an der Steinschlange könnten im Prinzip alle Kinder und auch Erwachsene. Es habe einige Exemplare darunter, die von fortgeschrittenen künstlerischen Fähigkeiten zeugen», sagt Cravo und rätselt, von wem sie stammen könnten.

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