Lostorf

Budget wird auf eine schwarze Null korrigiert

In Lostorf soll der Steuerfuss für 2016 unverändert bleiben – aber einen Skonto kann der Gemeinderat nicht gewähren.

In Lostorf soll der Steuerfuss für 2016 unverändert bleiben – aber einen Skonto kann der Gemeinderat nicht gewähren.

Der Gemeinderat von Lostorf hat den Entwurf für den Voranschlag 2016 um über eine halbe Million Franken verbessert.

Der Lostorfer Voranschlag 2016 wurde im Gemeinderat an drei Sitzungen intensiv beraten und weist nun ein ausgeglichenes Budget auf. Anfänglich waren Mehrausgaben von über einer halben Million Franken zu verzeichnen gewesen.

Nun weist der Voranschlag 2016 bei einem Ertrag und einem Aufwand von 16 974 504 Franken ein ausgeglichenes Budget auf. Dies war aber nur dank intensiven Sparanstrengungen der Kommissionen und des Gemeinderates möglich. Wünschbare Anschaffungen oder noch nicht zwingende Sanierungen wurden um ein Jahr zurückgestellt.

Auf dem Bilanzfehlbetrag können Abschreibungen im Betrag von 259 600 vorgenommen werden. In den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Öffentliche Sicherheit, Kultur und Freizeit sowie Gesundheit fällt der Nettoaufwand im Budget 2016 tiefer aus als im vergangenen Jahr. Die bisher nach Steuerkraft abgestufte kantonale Subvention der Besoldungskosten der Lehrkräfte wird neu durch einheitliche Schülerpauschalen an die Schulträger (Einwohnergemeinden) ersetzt. Die Schülerpauschalen fallen tiefer als die bisherigen Lehrersubventionsbeiträge aus. Im Bereich der Sozialen Wohlfahrt sind die Ausgaben erneut angestiegen. Im Bereich Verkehr besteht ein Nachholbedarf an Investitionen.

Kein Gemeindesteuerskonto

Die Gemeindeversammlung hat am 9. September 2014 beschlossen, dass die Gemeinde einen Skonto gewähren kann. Dieser darf nicht mehr als 0,5 Prozent über dem Mittelwert von Sparkontozins und Zins für die 1. variable Hypothek bei der Raiffeisenbank Mittelgösgen per 1. Mai des laufenden Jahres liegen. Die jährlich stattfindende Budget-Gemeindeversammlung beschliesst, ob im darauffolgenden Jahr ein Skonto gewährt wird, und legt dessen Höhe fest. 

In Anbetracht der finanziell weiterhin sehr angespannten Situation (Rechnungsabschluss 2014 mit einem Aufwandüberschuss von 792 360 Franken, der zu erwartende Rechnungsabschluss 2015 sowie das Budget 2016) schlägt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vor, auch für das Jahr 2016 keinen Skonto zu gewähren. Der Rat hofft, in Zukunft wieder einen Skonto gewähren zu können.

Gemeindesteuerfuss unverändert

Bei der Festlegung des Gemeindesteuerfusses 2016 liessen sich Finanzplankommission und Gemeinderat von verschiedenen Faktoren leiten. Der Finanz- und Investitionsplan weist mittelfristig einen Bedarf nach einem Steuerfuss von rund 109 Prozent aus. Für das Jahr 2016 ist ein gleich hoher Steuerfuss angezeigt, wenn kein Skonto gewährt wird. Der Bilanzfehlbetrag muss mit HRM 2 zwingend in fünf Rechnungsjahren abgeschrieben werden. Unter Berücksichtigung aller Aspekte kommt der Gemeinderat einstimmig zum Schluss, den Steuerfuss für das Jahr 2016 unverändert auf 109 Prozent zu belassen.

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