Walterswil
Budget lag um 64'790 Franken daneben

Die Stimmbürger von Walterswil genehmigten die Rechnung 2017 und die Nachtragskredite unisono. Die Rechnung 2017 ergibt eine Differenz von 64'790 Franken minus gegenüber dem Budget.

Rahel Bühler
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Neben der Jahresrechnung war auch die anstehende Ortsplanungsrevision ein Thema an der Walterswiler Gemeindeversammlung.

Neben der Jahresrechnung war auch die anstehende Ortsplanungsrevision ein Thema an der Walterswiler Gemeindeversammlung.

Bruno Kissling/Archiv

19 der insgesamt 527 stimmberechtigten Einwohner von Walterswil konnte Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm-Merz an der diesjährigen Rechnungsgemeindeversammlung begrüssen. Diese genehmigten am Donnerstagabend sowohl die Jahresrechnung 2017 als auch die Nachtragskredite sowie eine Änderung der Dienst- und Gehaltsordnung allesamt einstimmig und ohne Enthaltungen.

Die Rechnung 2017 schliesst mit einem Minus von 434'750 Franken. Budgetiert war ein Minus von 369'960 Franken. Das ergibt eine Differenz von 64'790 Franken. Finanzverwalter Bernhard Hänni erklärte den Unterschied wie folgt: «Auf der einen Seite wurde weniger Geld in der allgemeinen Verwaltung, der Volkswirtschaft und den Finanzen und Steuern gebraucht. Auf der anderen Seite erfolgte ein Mehraufwand in den Ressorts öffentliche Sicherheit, Bildung, soziale Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz und Raumordnung.» Die zu genehmigten Nachtragskredite beliefen sich auf eine Summe von 361'880 Franken. Sie resultierten unter anderem aus zu tief budgetiertem Feuerwehrsold oder höheren Kosten für die Lehrpersonen der Bezirksschule Kölliken AG, die daraus resultieren, dass Walterswil mehr Schülerinnen und Schüler an diese Schule schicken kann.

Ortsplanungsrevision gestartet

Interessant gestaltet sich der Blick in die Walterswiler Zukunft, der am Schluss der knapp eineinhalb stündigen Gemeindeversammlung gewagt wurde: Auch im Dorf am Fusse des Engelbergs steht eine Ortsplanungsrevision an. «Dazu wurde eine Kommission gebildet, die bereits eine Gemeindebegehung absolviert hat», erläutert die Gemeindepräsidentin und blickt voraus: «Ausserdem erfolgt zeitnah die erste Sitzung.»

Auch punkto Verkehr tut sich etwas: Weil das Verkehrsaufkommen gestiegen ist, wurden in den vergangenen Monaten von der Gemeinde aus eine Verkehrszählung an der Möslistrasse, die in Richtung Safenwiler Industrie führt, realisiert. «Dabei wurden während 20 Tagen 2100 Fahrzeuge pro Tag gezählt, darunter 75 LKWs», erklärte der für den Verkehr zuständige Gemeinderat Marcel Fischer. Auch der Kanton, welcher von der Gemeinde über das erhöhte Verkehrsaufkommen informiert wurde, hat schon mehrfach Messungen an der Hauptstrasse, die eine Kantonsstrasse ist, vorgenommen.

Die Gemeinde konnte zudem ein neues Gesicht auf der Verwaltung präsentieren. Claudia Schilliger aus Niedergösgen amtet seit März als Gemeindeschreiberin. Sie löst damit Angelika Schärrer ab, die an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend verabschiedet wurde.