Budget-GV
Gemeinderat Erlinsbach unternimmt erneuten Versuch zur Steuererhöhung

Das Erlinsbacher Volk auf Solothurner Seite soll an der kommenden Gemeindeversammlung von einem höheren Steuerfuss überzeugt werden - während im Aargauer Teil Senkungen vorgesehen sind.

Nadja Rohner
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Bruno Kissling (Archiv)

Die beiden Erlinsbach bringen zwar mit den Traktanden «Entsorgungswesen Erzbachtal» und «Einführung Jugendarbeit» zwei gemeinsame Geschäfte an die Wintergemeindeversammlungen. Komplett unterschiedlich sehen indes die Budgets der Einwohnergemeinden aus.

Während Erlinsbach AG eine Reduktion des Gemeindesteuerfusses von 92 auf 89 Prozent fordert, weil es der Gemeinde aktuell so gut geht und die Steuerquelle reichlich sprudelt, beantragt der Gemeinderat von Erlinsbach SO an der GV vom 22. November eine Steuererhöhung von 98 auf 100 Prozent.

Steuererhöhung notwendig

Damit sieht das Budget 2022 ein Minus von rund 190'000 Franken vor. Es wäre noch grösser (knapp 402'000 Franken), wenn nicht das Ergebnis aus Finanzierung dazu käme und das Neubewertungsreserve-Kässeli nicht angezapft würde. «Der Finanzplan 2021–2027 zeigt bis 2025 negative Abschlüsse», heisst es im Budget. Grosser Abschreibungsbedarf steht nur leicht steigenden Steuereinnahmen gegenüber.

Ausserdem sind grosse anstehende Investitionen noch nicht einberechnet. «Damit der Eigenkapitalverzehr in einem verträglichen Masse erfolgt», so der Gemeinderat, brauche es die Steuererhöhung. Diese hatte die Behörde eigentlich bereits für 2021 vorgesehen. Die Steuererhöhung wurde jedoch an der Urne abgelehnt (eine Gmeind war pandemiebedingt nicht möglich).

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