Der Steuerertrag in Gretzenbach wird für das nächste Jahr mit netto 8,1 Mio. Franken auf gleicher Höhe wie in der Jahresrechnung 2015 erwartet. Sowohl die natürlichen Personen mit 7,4 Mio. Franken als auch die juristischen Personen mit 0,76 Mio. Franken tragen zu dieser Entwicklung bei. Hingegen sinken die Transfererträge von 1,747 Mio. Franken auf 1,698 Mio. Franken infolge nochmaliger Reduktion des Finanzausgleichs und tieferer Schulgelder. Auf der Aufwandseite sinken die Personalkosten um 0,7 Prozent auf 4 Mio. Franken, während der Sachaufwand mit 2 Mio. Franken die Vorgaben der Finanzkommission um knapp 4 Prozent übersteigt.

Hingegen bleiben die Beiträge an die regionalen Organisationen wie Feuerwehr, Zivilschutz, Schulgelder und Soziale Wohlfahrt mit insgesamt 5 Mio. Franken (plus 0,2 Prozent) ziemlich stabil. Bei der Analyse der Ergebnisse fällt auf, dass praktisch alle Dienststellen etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr budgetieren; nur die Gesundheitskosten steigen infolge der Beitragserhöhungen bei der Spitex und bei den Pflegekosten (plus 17 Prozent) deutlich an. Die gesetzliche Sozialhilfe nimmt erstmals seit langem ab und stabilisiert sich bei 1,156 Mio. Franken.

Der Cashflow erreicht 477'080 Franken, womit die Abschreibungen im Umfang von 458'400 Franken gedeckt sind. Der Einbruch beim Finanzausgleich und der Schülerpauschalen kann vorderhand mit steigenden Steuererträgen (plus 4 Prozent) aufgefangen werden. Die Nettoinvestitionen von 2,807 Mio. Franken können allerdings nur zu 17 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt daher auf 949 Franken.

Hohes Investitionsvolumen

Das Investitionsbudget zeigt – wie bereits im Vorjahr – einen massiven Investitionsbedarf von 2,8 Mio. Franken, allerdings inklusive der ersten Finanzierungstranche der neuen regionalen Wasserversorgung von 680'000 Franken. Einerseits führen kaum beeinflussbare Erschliessungsprojekte (Sandackerstrasse und Weid-West) zu Investitionen von insgesamt netto 1,025 Mio. Franken und anderseits entstehen aus der Sanierung Köllikerstrasse Restinvestitionen von rund 300'000 Franken. Neue Investitionsvorhaben werden vor allem ausgelöst durch die Schule für die Erneuerung der ICT-Umgebung mit 114 000 Franken, dann für die Erneuerung der Strassenbeleuchtung mit 172 000 Franken, den Ersatz des Gemeinde-Traktors mit 90 000 Franken, sowie weiteren kleineren Beträgen von insgesamt 430 000 Franken.

Spezialfinanzierungen

Während bei den Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser infolge etwas gestiegener Abschreibungen kleine Betriebsverluste resultieren, zeigt die Abfallbeseitigung ein positives Ergebnis. Insgesamt werden bei den drei Spezialfinanzierungen positive Cashflows von 128 600 Franken generiert und Eigenmittel von 1,742 Mio. Franken ausgewiesen. Das Investitionsvolumen erreicht 898'300 Franken.

Der Finanzplan 2018 bis 2022 zeigt generell leicht verbesserte Kennzahlen. Die geplanten Cashflows nehmen aber tendenziell von 7 auf 4 Prozent ab, vermögen die Abschreibungen nicht mehr ganz zu decken. Gleichzeitig sind in den nächsten drei Jahren hohe Investitionen geplant, welche zu einem Finanzbedarf von 3,6 Mio. Franken führen. Darin enthalten ist die Finanzierung der neuen regionalen Wasserversorgung mit 1,3 Mio. Franken. Die Nettoverschuldung steigt auf 1000 Franken pro Einwohner an. Der Nettoverschuldungsquotient, die mit HRM2 neu eingeführte Bewertungsgrösse, bewegt sich mit gegen 100 Prozent im grünen Bereich.