Gretzenbach
Buddhistisches Zentrum plant Versammlungshalle für 1000 Personen

Neben der bestehenden Tempelanlage in Gretzenbach sollen auf dem momentan noch freien Areal Im Grund eine Versammlungshalle, ein Parkplatz sowie weitere Gebäude entstehen. In der Halle sollen dereinst 1000 bis 1200 Personen Platz finden. Grund für den Neubau: Die bestehende Halle im Untergeschoss des Tempels stösst bei grösseren Anlässen an ihre Kapazitätsgrenze.

Gabriela Strähl
Merken
Drucken
Teilen
Auf dem Areal östlich des Tempels in Gretzenbach, wo heute Parkplätze und eine Wiese sind, plant die Eigentümerin den Bau einer Versammlungshalle. B. Kissling

Auf dem Areal östlich des Tempels in Gretzenbach, wo heute Parkplätze und eine Wiese sind, plant die Eigentümerin den Bau einer Versammlungshalle. B. Kissling

BRUNO_KISSLING;Bruno Kissling;

Die Stiftung «Somdetyas Stiftung für Wat Srinagarindravararam», Eigentümerin des thailändisch buddhistischen Zentrums in Gretzenbach, plant in den nächsten Jahren einen Ausbau. Auf dem freien Areal an der Strasse Im Grund, an der bereits die Tempelanlage steht, sollen der Parkplatz und ein Teil der Grünfläche einer Versammlungshalle sowie einem kleineren Gebäude für Schulungen und Beherbergung weichen. Laut Stiftungssekretär Niklaus Krattiger soll die Halle 1000 bis 1200 Personen in Tischbestuhlung Platz bieten.

Es mangelt an Platz

«Unsere bestehende Halle, die sich im Untergeschoss des Tempels befindet, gelangt bei grösseren Anlässen regelmässig an die Kapazitätsgrenzen», erklärt Krattiger das Vorhaben. Gerade am Jahresfest, wo der Andrang mit über 1000 Besuchern jeweils gross ist. Bisher stellten sie Zelte auf dem Platz auf, wo bald die Versammlungshalle stehen soll. «Allerdings kann es Probleme geben, wenn das Wetter nicht mitspielt. Ausserdem ist der Auf- und Abbau immer mit grossem Aufwand verbunden», erklärt Krattiger. Die Halle habe jedoch noch einen weiteren grossen Vorteil: «Die Anwohner werden dann weniger durch den Lärm der Anlässe belästigt.»

Verkehr unverändert

Am Verkehrsaufkommen werde sich nichts ändern: «Es werden dadurch nicht mehr Leute die Anlässe besuchen und wir werden bei grösseren Anlässen mit den bisherigen Verkehrskonzepten weiterfahren.» So werden beispielsweise weiterhin Shuttle-Busse organisiert, die die Besucher von weiter entfernten Parkplätzen zum Tempel und wieder zurückbringen, sofern die vorhandenen Parkplätze unmittelbar beim Tempel nicht ausreichen.

Die Halle soll nach thailändischem Vorbild mit einem Giebeldach gebaut werden. Ein überdachter Gang soll um die Halle herum führen. Angedacht ist laut Krattiger, die Wände vollkommen aus Glas zu bauen. Inwiefern das Dach nach thailändischem Vorbild verziert werden soll, wie es beispielsweise der Tempel ist, sei noch nicht geklärt. Geplant ist auch ein Untergeschoss mit 100 Parkplätzen. Auch eine Vermietung für andere Anlässe ist aus Krattigers Sicht denkbar, wenn sie für die Lokalität geeignet sind.

Gestaltungsplan beim Kanton

Ein konkretes Bauprojekt liegt noch nicht vor. Der Gestaltungsplan wurde Ende Juni vom Gemeinderat Gretzenbach befürwortet und wird derzeit beim kantonalen Amt für Raumplanung in Solothurn überprüft. Anschliessend wird der Gestaltungsplan einen Monat lang öffentlich aufgelegt, woraufhin ein bewilligungsfähiges Bauprojekt ausgearbeitet werden kann.