Der Gemeinderat Lostorf liess sich an der Sitzung vom 29. Januar 2018 von der Baukommission, dem begleitenden Ingenieurbüro und dem Landschaftsarchitekten über den aktuellen Stand des Projektes Hauptstrasse Nord orientieren. Die im Bereich Dorfplatz vorgesehenen Varianten des Geschwindigkeitsregimes wurden nicht mehr weiter konkretisiert, weil diese Varianten kostenneutral sind. Das vorliegende Projekt und der Kostenvoranschlag sind für jede Geschwindigkeitsvariante (Tempo 20, 30 oder 50) gültig.

Ausgehend von diesem Planungsstand wurde nun der Kostenvoranschlag ausgearbeitet und nach den einzelnen Teilprojekten aufgeschlüsselt: Für die Strassenerneuerung 3'310'000 Franken; Bachoffenlegung 485'000 Franken; Ersatz Wasserleitung 1'385'000 Franken; Ersatz / Sanierung Kanalisation 980'000 Franken, was einem Total (Brutto-Rahmenkredit) von 7'160'000 Franken entspricht. Für den Hochwasserschutz mit Bachrenaturierung und den Ersatz der Wasserleitung wurden der Gemeinde insgesamt rund 1.07 Millionen Franken an Beiträgen und Subventionen in Aussicht gestellt.

Für die Strassenabtretung wurde zudem vom Kanton seinerzeit ein Betrag von 914'150 Franken ausbezahlt. Grundeigentümer, die vom geplanten Landerwerb direkt betroffen sind, wurden zu einer separaten Orientierung eingeladen. Am 14. August 2018 erfolgt in der Dreirosenhalle eine Orientierungsversammlung für die ganze Bevölkerung. Der Gemeinderat hat den Bruttokredit einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung vom 5. September 2018 verabschiedet.

Besserer Belag empfohlen

Der Rat hatte im Jahr 2013 über die vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) des Kantons Solothurn in Auftrag gegebenen Strassenlärm-Sanierungsprojekte der Kantonsstrassen und der Hauptstrasse Nord befunden und eine Stellungnahme beim AVT eingereicht. Das Sanierungsprojekt wurde inzwischen durch den Kanton bereinigt. Bei keinem der Gebäude wird der Immissionsgrenzwert (IGW) überschritten. Als Sanierungsmassnahme wird der Einbau eines akustisch besseren Belags empfohlen. Dies ist bei der Umgestaltung so vorgesehen. Dadurch werden das Strassenlärm-Sanierungsprojekt und die vorsorglich gestellten Erleichterungsanträge hinfällig. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, auf das Auflage- und Genehmigungsverfahren zu verzichten.

Bus fährt noch bis Kreisschule

Das Fahrplanverfahren dient dazu, Ungereimtheiten im Fahrplanentwurf zu beseitigen. Konzeptionelle Änderungswünsche können im Rahmen des Fahrplanverfahrens nicht berücksichtigt werden. Die wesentlichsten Änderungen für Lostorf sind: Die Buslinie 571 heisst neu 507. Der zeitweise bereits eingeführte Viertelstundentakt Richtung Olten wird durchgehend bis 20 Uhr fortgeführt. Auch der Halbstundentakt am Sonntag Richtung Niedergösgen wird durchgängig geführt.

Demgegenüber bleibt der Abendfahrplan nach 20 Uhr unverändert. Die Buslinie 517 fährt das Zentrum von Lostorf nicht mehr an. Neue Endstation ist Kreisschule Lostorf. Die neue Buslinie 518 verbindet während den Arbeitstagen Rohr mit Stüsslingen sowie Lostorf und Mahren. Der Taktfahrplan ist nicht durchgehend. Die von der Linie 517 bedienten Haltestellen Lostorf, Dorfplatz, Lostorf Eintracht und Lostorf Mineralquelle sollen nicht mehr bedient werden. Ab dem Fahrplanwechsel 2021 sollten diese Haltestellen durch die neue Linie Lostorf-Schönenwerd wieder abgedeckt werden.