Pflegeheim Schlossgarten

BPZ-Leiter: «Wir reden hier von Einsparungen in Millionenhöhe»

Zentrumsleiter David Wälchli erläutert den Anwesenden im BPZ Schlossgarten die Vorteile des Landkaufs.

Einwohner und Interessierte erhielten im BPZ Schlossgarten Einblick in die aktuellen Ausbaupläne. BPZ-Zentrumsleiter David Wälchli und Zweckverbandspräsident Urs Spielmann präsentierten das Projekt der Öffentlichkeit.

Der geplante Kauf einer benachbarten Liegenschaft durch das Betreuungs- und Pflegeheim Schlossgarten (BPZ) in Niedergösgen beschäftigt derzeit dessen Trägergemeinden (wir berichteten). BPZ-Zentrumsleiter David Wälchli und Zweckverbandspräsident Urs Spielmann präsentierten das Projekt am Donnerstag im Schlossgarten der Öffentlichkeit.

David Wälchli sprach vor den interessierten Zuhörern Klartext: «Wir reden hier von Einsparungen in Millionenhöhe». Er erläuterte die Gründe für die geplante Expansion, sprach über Ideen, die für dieses Projekt bereits vorhanden sind und zeigte die Chancen und Risiken des Kaufes auf.

Bereits vor einem Jahr konnte sich das BPZ Schlossgarten eine Liegenschaft an der Neufeldstrasse 10 aneignen. Nun biete sich dem Alterszentrum die Möglichkeit, die direkt angrenzende Parzelle an der Neufeldstrasse 6 zu erwerben. «Eine andere Parzelle hätte uns nicht interessiert», lässt Wälchli die gut 25 Besucherinnen und Besucher wissen. Dadurch, dass die Liegenschaft allerdings direkt an die bereits erworbene Liegenschaft angrenzt, gelte es, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen. «Mit diesem Grundstück können wir unser Ausbauprojekt ganz anders realisieren», erklärte Wälchli.

Kürzere Bauzeit, eine Baustelle

Auf den beiden Parzellen entstehen sollen eine neue Wäscherei und eine Tiefgarage im Untergeschoss, eine Demenzwohngruppe im Erdgeschoss, eine Pflegestation im ersten Stock und ein Attikageschoss zur Eigennutzung des BPZ. Ausserdem soll gegen Süden ein Demenzgarten errichtet werden.

Um das diese Liegenschaft an der Neufeldstrasse 6 geht es. Das Haus soll im Gegensatz zum benachbarten Gelände (links) vorläufig stehen bleiben.

Um das diese Liegenschaft an der Neufeldstrasse 6 geht es. Das Haus soll im Gegensatz zum benachbarten Gelände (links) vorläufig stehen bleiben.

«Wenn man sich den Zonenplan anschaut, so lässt sich voraussichtlich ein Längsbau am wahrscheinlichsten realisieren», blickte der Zentrumsleiter voraus. Im Gegenzug muss am bestehenden Gebäude an der Hauptstrasse 49 kein Ausbau vorgenommen werden. Wälchli: «Wir hätten dann also nur eine Baustelle anstatt zwei». Ausserdem würde sich die Bauzeit verkürzen, es gäbe keine Übergangslösung und die Baukosten würden dementsprechend geringer ausfallen.

Ohne den Kauf der besagten Liegenschaft müsste die Wäscherei am bestehenden Ort erneuert werden, die Auflösung der der zwölf Zweibettzimmer würde mit einem Anbau über der Zivilschutzanlage realisiert. Die Demenzwohngruppe würde auf der Parzelle Neufeldstrasse 10 entstehen.

«Dies würde aber unter anderem bedeuten, dass die Demenzwohngruppe nicht gänzlich im Erdgeschoss untergebracht werden könnte. Genau das ist aber eminent wichtig, weil die Bewohner beispielsweise nicht mit einem Lift umgehen können», erläuterte David Wälchli. Mit einem möglichen Kauf der benachbarten Liegenschaft sei dieses Problem aus der Welt geschafft. Auch könne so auf den kostenintensiven Bau oberhalb der unterirdischen Zivilschutzanlage verzichtet werden.

Finanzierung durch Eigenmittel

Der Kaufpreis liegt nach einer unabhängigen Schätzung bei 660'000 Franken. «Dieser Betrag wird vollumfänglich aus Eigenmittel bezahlt», betonte Wälchli. Vorher müssen die fünf Trägergemeinden des BPZ an ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen dem Kauf zustimmen.

Im Falle einer Annahme muss eine Umzonung vorgenommen werden. Denn die beiden Parzellen liegen in einer Wohnzone. «Höher als die darin vorgesehenen zwei Obergeschosse würden wir aber nicht bauen», hielt Wälchli fest. Bis zum Baubeginn soll das Haus an der Neufeldstrasse 6 erhalten bleiben und zur Eigennutzung des BPZ genutzt werden. An dieser Aussage wurde vonseiten einer Besucherin etwas gezweifelt, hiess es dies doch auch schon nach dem Kauf der ersten Parzelle. Zweckverbandspräsident Urs Spielmann beschwichtigte, indem er auf das Vorkommen von Schlacke und Asbest verwies. Ansonsten fiel die Meinung der Anwesenden vorwiegend positiv aus.

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