Lostorf
Bläser liessen die Vielfalt des Dschungels erklingen

Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft führte durch die Tierwelt – von Pink Panther über die kochende Ratte bis zur Biene Maja.

Eugen Busslinger
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Tierisches Konzert: MG Lostorf spielt unter der Leitung von Karin Wäfler. Markus Müller

Tierisches Konzert: MG Lostorf spielt unter der Leitung von Karin Wäfler. Markus Müller

Markus Müller

Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Lostorf in der Dreirosenhalle wurde von der Jugendmusik Lostorf und den BrassKids Niederamt gemeinsam eröffnet. Geleitet von Daniela Niederhauser und Martin Schulthess boten sie einen erfrischenden Auftakt mit bekannten Film- und Musicalmelodien von John Williams, Andrew Lloyd Webber und Alvaro Soler.

Mit der bekannten Fanfare der 20th Century Fox drückten die Mitglieder des Blasorchesters darauf dem Konzert gleichsam den Stempel auf, waren doch darin unter dem Motto «tierisches Konzert» fast ausschliesslich Filmmelodien zu hören. Ein gutes Beispiel war das Arrangement von John Williams’ Musik zu «Jurassic Park», bei dem mit feinen Holzbläsermelodien an die längst verschwundenen Saurier erinnert wurde. Inspektor Clouseau, alias Tenorsaxofonist Paul Lussmann, suchte darauf in Hut und Trenchcoat den legendären «Pink Panther», der überall Streiche spielend herumschlich, was den Solisten aber nicht störte. Von Henry Mancini war später auch noch der neckische «Baby Elephant Walk» zu hören.

Abwechslungsreich ist die Musik des Disneyfilms «The Lion King». Die junge Dirigentin Karin Wäfler brachte hier mit klarer Körpersprache und grossem Einfühlungsvermögen die verschiedensten Stimmungen zur Geltung, wobei sich alle Register wirkungsvoll in Szene setzen konnten.

Als Löwe verkleidet begrüsste Präsident Stéphane Rothen die Konzertbesucher und gab bekannt, dass an der nächsten Generalversammlung Carlo Mathys und Paul Lussmann die Ehrenmitgliedschaft erhalten werden, weil sie seit zwanzig Jahren in Lostorf musizieren. Zusammen mit Ramona Müller moderierte Carlo Mathys mit neckischen Zwiegesprächen das Konzert.

Als letztes Stück des ersten Teiles war darauf der traditionelle Marsch «Unter dem Doppeladler» zu hören.

Bläser können auch singen

Noch viel martialischer erklang nach der Pause die Filmmusik zu «Rocky III» mit dem tierischen Titel «Eye of the Tiger». Dass es darauf gemütlicher zugehen musste, war eigentlich klar. Zur Überraschung aller gruppierte sich nun die Musikgesellschaft auf der Bühne ohne Instrumente zu einem gemischten Chor und sang «Probier’s mal mit Gemütlichkeit». Dieser Vortrag, auswendig gesungen weckte den Verdacht, dass diese gesunde Übung öfters «trainiert» wird, was das Publikum so stark beeindruckte, dass das Lied wiederholt werden musste.

Vom romantischen Dschungel gings darauf in die Grossstadt. In Paris spielt die groteske Geschichte der kochenden Ratte. Das schmackhafte «Ratatouille» war beste Unterhaltung, doch diese vorwitzige Ratte liess sich kaum mehr aus dem Haarschopf der dirigierenden Köchin entfernen.

Beliebte Klänge brachten auch die beiden letzten Stücke. In «Happy Feet» tanzten die Pinguine, während im turbulenten «Bugs Bunny and Friends» noch die letzten tierischen Comicfiguren auftraten.

In der Zugabe machte sich aber noch die Biene Maja bemerkbar. Sie summte und tanzte in südamerikanischem Rhythmus. Mit dem spanischen Wunsch für eine glückliche Weihnachtszeit ging das abwechslungsreiche Konzert zu Ende: «Feliz Navidad».