Die Lebensgeschichte von Katharina von Arx passt so gar nicht in das bürgerliche Weltbild der Nachkriegszeit. 1928 in Niedergösgen geboren verbringt die Tochter eines Filzfabrikanten dort unbeschwerte erste Kinderjahre.

Während der Weltwirtschaftskrise geht es aber auch mit dem elterlichen Geschäft abwärts. Die Aufträge aus der Bally-Schuhfabrik bleiben zusehends aus, so dass die Familie ihr Glück schliesslich in Zürich versucht.

Die junge Katharina findet sich im Berufsleben nicht zurecht und auch in der Liebe findet sie ihr Glück nicht. Mit nicht viel mehr als einer Ukulele im Gepäck mach sie sich auf, die Welt auf eigene Faus zu entdecken. In den USA kannte man sie als «Hitchhiking Swiss Miss» und es heisst, in Indien spielte sie Schweizer Volkslieder am Radio.

Von Arx beginnt, über ihre Abenteuer zu schreiben und wird bald zur gefeierten Reisejournalistin. Auf Tonga lernt sie den französischen Fotografen Freddy Drilhon kennen. Die beiden Weltenbummler verlieben sich und bekommen 1958 ein Kind.

Zu mehr Sesshaftigkeit gezwungen kaufen sie ein heruntergekommenes Schloss in Romainmôtier im Waadtländer Jura. Restauration und Unterhalt werden zum Lebenswerk der 2013 verstorbenen Katharina.

Der Autor und Historiker Wilfried Meichtry hat die Geschichte von Katharina von Arx und Freddy Drilhon 2015 in einem Buch festgehalten und im selben Jahr im Schlosshof in Niedergösgen vorgestellt. Nun hat er die Geschichte verfilmt. Die Doku-Fiktion «Bis ans Ende der Träume» mit den Schauspielern Sabine Timoteo und Christophe Sermet begibt sich auf die Spur des ungewöhnlichen Gespanns.

An den Solothurner Filmtagen feiert der Film am Freitag Premiere. Offizieller Kinostart in den Schweizer Kinos ist am 1. Februar.

Premiere: Freitag, 26. Januar in der Reithalle Solothurn, Kinostart: 1. Februar.