Lostorf
Bevor gebaut werden kann, muss die Kanalisation umgelegt werden

Für den Bau von vier Mehrfamilienhäusern an der Rechtenmattstrasse in Lostorf musste die Kanalisation verlegt werden.

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Bevor die geplanten Mehrfamilienhäuser gebaut werden können, muss die Kanalisationsleitung verlegt werden. (Symbolbild)

Bevor die geplanten Mehrfamilienhäuser gebaut werden können, muss die Kanalisationsleitung verlegt werden. (Symbolbild)

Christoph Hinnen

Eine Schmutzwasserleitung der Gemeinde durchquert die Parzelle GB Nr. 2649 an der Rechtenmattstrasse im westlichen Teil von Lostorf. Im Grundbuch ist kein Durchleitungsrecht eingetragen, obschon die Leitung mit einem Durchmesser von 500 mm gemäss gültigem Generellem Entwässerungsplan (GEP) der Einwohnergemeinde gehört.

Im vergangenen Jahr wurde auf dem Grundstück ein Baugesuch für eine Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern eingereicht. Es war klar, dass bei einer allfälligen Bauausführung die Kanalisationsleitung verlegt werden muss. Deshalb wurde ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung eines Umlegungsprojekts beauftragt. Dabei wurden drei verschiedene Möglichkeiten geprüft.

Die Baukommission hat sich für diejenige Variante mit möglichst geringen Kosten entschieden.
In der Zwischenzeit wurde von der Bauherrschaft der Starttermin bekannt gegeben. Die vier Häuser sollen gleichzeitig gebaut werden und der Beginn des Aushubs wurde auf 3. April 2018 festgelegt und musste von West nach Ost erfolgen, damit die Zufahrt zur Baustelle über die Bachstrasse und nicht über die Rechtenmattstrasse erfolgen kann.

Die Kanalisationsleitung musste daher bis zu diesem Termin umgelegt sein. Aufgrund dieser Dringlichkeit hat die Baukommission beschlossen, die Arbeiten freizugeben, den kostengünstigsten Offertsteller zu beauftragen und den Kredit für die gebundene Ausgabe nachträglich zu beantragen. Der Gemeinderat hat den Kredit von 120'000 Franken einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt.

Mehrkosten an der Reitistrasse

Für den Teilersatz der Wasserleitung in der Reitistrasse hat der Gemeinderat einen Kredit von 90'000 Franken bewilligt. In der Zwischenzeit wurden die Arbeiten abgeschlossen und die Werke durch die Bauleitung und die Vertreter der Bauherrschaft mittels Protokoll abgenommen.

Gesamthaft wurde der Kredit um Fr. 7 901.25 inkl. MwSt. oder 8,78 Prozent überschritten. Die Mehrkosten sind auf verschiedene Umstände zurückzuführen. So musste eine Eternitwasserleitung, die die Baustelle querte, teilweise ersetzt werden.

Die Wasserhaltung (Hangwasser) war aufwendiger als vorgesehen (witterungsbedingt). Die Leitungsführung bei den Hausanschlussanpassungen war wegen der engen Platzverhältnisse teilweise aufwendig. Der Gemeinderat hat den Nachtragskredit und die Gesamtabrechnung von 97'901 Franken genehmigt. (mvd)

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