Däniken
Betreuungsgutscheine sind zu teuer

Die Kindertagesstätte Seepfärdli in Däniken sollte im Auftrag des Gemeinderates das Modell der Betreuungsgutscheine näher prüfen. Ein Konzept zeigt nun aber: Die Einführung solcher Gutscheine wäre zu teuer.

Andrea Widmer
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Der wichtigste Gesichtspunkt ist, dass ein Betreuungsplatz für alle Däniker erschwinglich sein soll.

Der wichtigste Gesichtspunkt ist, dass ein Betreuungsplatz für alle Däniker erschwinglich sein soll.

zvg

Die Kindertagesstätte Seepfärdli hat vom Gemeinderat Däniken den Auftrag erhalten, ein Konzept für die langfristige Finanzierung der familienergänzenden Kinderbetreuung in Däniken zu erarbeiten.

Dabei sollte unter anderem das Modell der Betreuungsgutscheine näher geprüft werden. Dies unter dem Gesichtspunkt, dass ein Betreuungsplatz, für alle Däniker erschwinglich sein soll. Für die Abklärungen wurde eine Arbeitsgruppe mit folgenden Personen eingesetzt: Tobias Käser als Vorstandsmitglied der Kita sowie als Leiter der Projektgruppe; Marlis Probst Kita Leiterin und Marianne Jetzer als Vertreterin des Gemeinderates. In der Konzeptbearbeitung wurde die Gruppe von einem externen Berater, Peter Hruza, unterstützt.

Erhebliche Mehrbelastung

Im ersten Schritt ging es darum, die Ist- Situation zu analysieren, um das Potenzial und die Bedürfnisse zu erkennen. Die Resultate dieser Arbeit wurden in einem Grundlagenbericht festgehalten und dem Gemeinderat als Basis für die weiteren Entscheide über die zukünftige Ausrichtung der Kinderbetreuung vorgelegt.

Im Hinblick auf die sich abzeichnende erhebliche finanzielle Mehrbelastung durch den neuen Finanzausgleich sah sich der Gemeinderat gezwungen, auf die weitere Prüfung der Einführung von Betreuungsgutscheinen zu verzichten. Es sollen im heutigen Zeitpunkt keine Mehrkosten beschlossen werden, nachdem in diversen Bereichen Kosteneinsparungen umgesetzt werden müssen.

«Gemeinwirtschaftliche Leistung»

Den Gemeinden wurde vonseiten des Kantons mitgeteilt, dass die separate Erhebung der Wegkosten der Spitex-Organisationen zusätzlich zur Verrechnung der Pflegedienstleistung im Kanton Solothurn als zulässig qualifiziert wird. Die Wegkosten können dementsprechend an die Klienten weiterverrechnet werden, sofern die Gemeinden diese nicht unter dem Titel, «gemeinwirtschaftliche Leistungen» übernehmen.

Den Gemeinden wurde empfohlen, mit den Spitex-Organisationen zu verhandeln, ob die Kosten der Wegpauschalen im Rahmen der bestehenden Leistungsvereinbarung von der Gemeinde übernommen werden. Nach Rücksprache mit der Spitex Däniken Gretzenbach Walterswil, hat der Rat entschieden, dass die Kosten vorerst weiterhin indirekt über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen von der Gemeinde übernommen werden. Sollte eine Erhöhung des Gemeindebeitrags ein Thema werden, wird die Verrechnung der Kosten neu beurteilt.

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