Niedergösgen

Bei «Naturwerke» soll der Name Programm sein

Floristin Rebekka Fleischli in ihrem neu eröffneten Blumenladen in Niedergösgen.

Floristin Rebekka Fleischli in ihrem neu eröffneten Blumenladen in Niedergösgen.

Das Dorf hat einen neuen Blumenladen. Hinter einem unscheinbaren, grauen Garagentor, direkt neben der ehemaligen Metzgerei Stöckli, hat die Floristin Rebekka Fleischli am Wochenende ihren Laden Naturwerke eröffnet.

Wie der Name «Naturwerke» bereits sagt, setzt Inhaberin Rebekka Fleischli beim Ladenkonzept voll auf Natürlichkeit. Die Einrichtung ist mehrheitlich aus Holz, die Blumen sind wenn möglich aus der Schweiz. Diese kauft die 32-Jährige beinahe täglich eigenhändig im Grosshandel in Hägendorf ein. «Mir ist es wichtig, die Blumen zu sehen, wenn ich sie kaufe.

Es gibt so viele spezielle Sorten, das kann man am Telefon nicht gut aussuchen.» Ausserdem führt sie in ihrem Laden ausgewählte Dekorationsartikel und diverse Aussenpflanzen. Das ist möglich durch einen kleinen Innenhof auf der Rückseite des Raumes. Dieser Innenhof war mit ein Grund dafür, dass Fleischli die Garage schon bei der ersten Besichtigung als geeignet für ihren Laden befand.

Mithilfe von Familie und Freunden hat sie den Raum umgebaut und eingerichtet. Der Verkaufsraum ist im Industrial-Look gestaltet und könnte innerhalb von kürzester Zeit gänzlich umgestellt werden, da keiner der Einrichtungsgegenstände fix ist. So kann zum Beispiel mehr Arbeitsfläche gewonnen werden. Im Moment arbeitet Fleischli alleine, hat aber im Hintergrund Unterstützung von ihrem Mann, der ebenfalls Florist ist. Zudem könnte sie sich vorstellen, ihre Werkstatt für eine Zusammenarbeit mit anderen Berufen zu öffnen. Dabei sollten die Blumen jedoch weiterhin im Zentrum stehen. Wenn sie von solchen Ideen erzählt, wirkt die Floristin enthusiastisch und man merkt, dass sie bereits jetzt viele Ideen hat, was sie alles in ihrem Laden machen könnte. Das hängt sicher auch mit ihrem Werdegang zusammen.

Mehrere Jahre in Zürich tätig

Fleischli ist in Niedergösgen aufgewachsen und hat ihre Lehre in der Schlossgärtnerei absolviert. Anschliessend war sie mehrere Jahre in Zürich tätig, wo sie im Jahr 2013 auch die Berufsprüfung gemacht hat. Jetzt ist sie zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. «In Zürich hat mir der persönliche Kontakt zu den Kunden gefehlt. Das ist hier im Dorf ganz anders.»

Am Freitag, dem ersten Tag der Eröffnung ist sie regelrecht überrannt worden. Am Samstag hatte sie dann etwas mehr Zeit, sich mit den interessierten Besuchern zu unterhalten. Fleischli meinte dazu: «Ich bin froh, dass sich mein Gefühl nicht als falsch herausgestellt hat. Es besteht durchaus Bedarf für einen Blumenladen in Niedergösgen.»

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