Gretzenbach
Bei diesem Sporttag war auch eine ruhige Hand gefragt

132 Athleten nahmen am 28. Sporttag für Menschen mit Behinderung teil. Dieses Jahr gab es auch einige neue Disziplinen

Anita Soppelsa
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Gar nicht so einfach, mit der Schlinge dem Draht entlang zu fahren, ohne diesen zu berühren.
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Geschicklichkeit beim Wassertransport war natürlich auch noch gefragt.
Sporttag für Menschen mit Behinderung
Zu zweit geht das Gewichtheben einfacher.
Rohit Roy (2), Hansjörg Plüss (1) und Stefan Hochuli (3). (zvg)

Gar nicht so einfach, mit der Schlinge dem Draht entlang zu fahren, ohne diesen zu berühren.

Markus Müller

Am Bettagsamstag fand der jährliche Sporttag für Menschen mit Handicap in Gretzenbach statt. Der Verein Behindertensporttag, der den Anlass organisiert hat, konnte 132 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start begrüssen. Auch dieses Jahr galt wieder bei der Anmeldungen acht von 13 Disziplinen auszuwählen.

Nachdem alle Sportlerinnen und Sportler ihre Startnummer entgegengenommen haben wurde der Sporttag mit dem 60-Meter-Lauf eröffnet. Mit Geklatsche und Hopp-Hopp-Rufen wurden sie von den Zuschauern und Sportkameraden angefeuert. Das motivierte natürlich noch dazu, ein bisschen schneller zu rennen. Nachdem die letzten Läuferinnen und Läufer der 74 Angemeldeten den Lauf beendet haben, wurden die anderen zwölf Disziplinen eröffnet.

Eine der neuen Disziplinen dieses Jahr war Fischer’s Fritz. Hier brauchte man eine ruhige Hand, damit die Fische «anbissen». Je mehr Fische innerhalb der Zeit, je mehr Punkte erhielt man. Auch eine neue Disziplin dieses Jahr war «Feuer frei». Bei dieser Disziplin haben sich 100 Sportlerinnen und Sportler angemeldet. Um diese Anzahl Personen zu bewältigen galt es, genügend freiwillige Helferinnen und Helfer bereitzustellen: Wasser pumpen, Zeit messen, frisches Wasser holen und den Posten wieder bereit machen für die nächste Sportlerin oder den nächsten Sportler. Auch neu dieses Jahr war das Golfen. Den Golfball durch das Rohr zu befördern bedurfte ebenfalls einer ruhigen Hand. Ebenso der heisse Draht. Gar nicht so einfach mit einer Schlaufe dem Draht entlang zu fahren, ohne diesen zu berühren. Vor allem wenn man dabei noch fotografiert wird. Geschwitzt wurde beim Stepp. Eine Minute lang auf das Bänkli hoch und wieder runter. Da war Ausdauer gefordert. Zielsicherheit bedurfte es bei dem alle Jahre beliebten Büchsenwerfen. Hatte dann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer seine acht angemeldeten Disziplinen erledigt, durfte man zum Posten Würfeln. Zweimal den Würfel werfen, die Anzahl Augen zusammenzählen, da waren mit etwas Glück zwölf Punkte möglich.

Jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielt einen Essen- und Getränkebon um sich nach dem Kraftakt in der Wirtschaft zu stärken. Während dem Plausch Wettkampf wurden im Rechnungsbüro die Wettkampfblätter ausgewertet und die Ballone für den Ballonwettbewerb aufgeblasen. Das Wetter hat wieder einmal super mitgemacht und die Ballone konnten in einen blauen Himmel steigen und wurden vom Wind weggetragen. Welcher fliegt dieses Jahr am weitesten? Bevor die Rangverkündigung begann, hatten die Guggenmusiker Goldies aus Speuz ihren Auftritt. Von Müdigkeit war dann bei den Sportlerinnen und Sportlern gar nichts mehr zu spüren. Es wurde getanzt, was das Zeug hielt.

Und dann begann die Rangverkündigung: Platz eins ging an Hansjörg Plüss, Platz zwei musste ausgewürfelt werden, da gleich drei Sportler die gleiche Punktzahl erreicht hatten. Hier hatte Rohit Roy am meisten Glück und erwürfelte sich Platz zwei. Der dritte Platz ging an Stefan Hochuli. Platz vier an Jonas Reimann. Der nächste Sporttag für Menschen mit Handicap findet am Samstag, 15. September 2018 um 13.30 Uhr statt.

www.behindertensporttag.ch