Australien
Behörden bestätigen: In Tasmanien gefundener Toter ist ein Solothurner

Bei den Überresten, auf die Wanderer Anfang Juli 2017 auf der australischen Insel Tasmanien gestossen waren, handelt es sich um Thomas Münger aus Gretzenbach SO. Das bestätigt die Polizei. Wie er ums Leben kam, ist allerdings noch unklar.

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Thomas Münger hatte 2010 die Schweiz verlassen und wollte ein neues Leben beginnen. Auf der australischen Insel Tasmanien fand dieses ein Ende. Sechs Jahre lang lagen die Überreste des Gretzenbachers im Busch, bevor sie am 9. Juli 2017 von Wanderern entdeckt wurden.

Die Polizei hatte mit einem Foto, das auf einer gefundenen Speicherkarte abgelegt war, nach Bekannten des Toten gesucht. Ein Aargauer hatte sich darauf erkannt und der Polizei von Thomas Münger erzählt. Die Angehörigen waren erleichtert, endlich etwas über den seit Jahre vermissten Thomas zu hören. Ein DNA-Test stand zu diesem Zeitpunkt jedoch noch aus.

Die tasmanische Polizei meldet nun, dass es sich beim Toten wirklich um den 44-jährigen Gretzenbacher handelt. Die DNA stimmt mit einer DNA-Probe überein, welcher Müngers Bruder der Polizei zukommen liess.

Mit diesem Bild suchte die tasmanische Polizei nach Hinweisen über den Toten.

Mit diesem Bild suchte die tasmanische Polizei nach Hinweisen über den Toten.

Polizei Tasmanien

Diese schreibt weiter, dass die Familie über die Identifizierung informiert worden sei. Das übernahm die Kantonspolizei Solothurn. Am letzten Freitag gingen Polizisten bei den Angehörigen vorbei und überbrachten ihnen die Nachricht, wie eine Mediensprecherin gegenüber TeleM1 erklärt.

Die Todesursache bleibt nach wie vor unklar. Die Angehörigen hoffen, dass auch die Todesursache geklärt wird. Die Polizei sucht Personen, die Ende 2010 oder Anfang 2011 Kontakt mit dem Reisenden hatten.

Eine Untersuchung des Fundortes der Überreste habe ergeben, dass der 44-Jährige wohl wandern war, aber nicht für eine Übernachtung ausgerüstet war. Laut der australischen «Huffington Post» fand man in der Nähe eine behelfsmässige Unterkunft, aber keinen Schlafsack.

Gefunden hatten die Wanderer beim Skelett einen Rucksack. Darin eine Fotokamera mit Speicherkarte, Bargeld in Schweizer Franken und Hongkong-Dollars sowie Quittungen von einem Geldwechsel in Zürich mit Datum vom 21. Dezember 2010. Am 26. Dezember 2010 soll Münger in Melbourne angekommen sein.

Die tasmanische Polizei bleibe in Kontakt mit Interpol und den Schweizer Behörden, teilt sie mit. (ldu)