Bauprojekt
Ein weiterer Millionenhügel ist in Trimbach in Planung – die Einsprachefrist läuft

An der Dürrenbergstrasse und am Räckholder sollen fünf Doppelhäuser entstehen. Die Liegenschaft an der Dürrenbergstrasse 59 muss weichen.

Cyrill Pürro
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Das Haus an der Dürrenbergstrasse 59 wird abgerissen. Hier kommen zwei der fünf neuen Doppelhäuser hin.

Das Haus an der Dürrenbergstrasse 59 wird abgerissen. Hier kommen zwei der fünf neuen Doppelhäuser hin.

Bruno Kissling

Das Breiti-Areal, der Wernlihang und nun der Hügel beim Räckholder: Die Gemeinde Trimbach wird zurzeit im Schnelltempo mit neuem Wohnraum erweitert. Auf dem Bauamt liegt eine Bauausschreibung für fünf neue Doppelhäuser auf, die Einsprachefrist läuft noch bis zum 23. September.

Das neuste Projekt soll zwischen der Dürrenbergstrasse und dem Räckholder entstehen. Da soll das neue Quartier mit insgesamt zehn Wohnungen das zurzeit noch bestehende Einfamilienhaus ersetzen.

Wie bei Reihenhäusern

Die weiter unten stehenden Bäume sowie ein Teil des Weidelands müssten der Überbauung weichen. Die vorgesehenen zehn Eigentumswohnungen werden gemäss Bauplan in Zweierpaarungen auf die fünf Doppelhäuser nebeneinander aufgeteilt, wie bei Reihenhäusern. Am Ende verfügt jede Wohnung über drei Stockwerke. Sechs 4-Zimmer- und vier 5-Zimmerhäuser sollen insgesamt entstehen.

An der Dürrenbergstrasse sind zwei der Doppelhäuser geplant und unterhalb am Räckholder drei der neuen Liegenschaften. Für die einzelnen Gebäude ist ein Durchmesser von rund 20 Meter in der Länge geplant, für Fahrzeuge sind total 23 Abstellplätze vorgesehen.

Die Bauherrschaft hat die MCO Real Estate AG aus dem Aargauischen Spreitenbach inne. Mit ihrer Vision will sie auch in Trimbach «neue Lebens(t)räume schaffen», so die Firma auf ihrer Website. Das Projekt verfasst hat die Andreas Zehnder Architekten SIA AG aus dem aargauischen Dättwil.

Baukosten betragen etwa vier Millionen Franken

Genau wie beim Projekt am Wernlihang sollen auch die geplanten Doppelhäuser zwischen Dürrenberg und Räckholder terrassenartig in einen Hang eingefügt werden. Für eine Realisierung müssten deshalb mehrere bauliche Massnahmen getroffen werden. Gerade für die oberen beiden Häuser müssten Pfählungen in den Boden stattfinden, um einem spontanen Rutschhang vorzubeugen.

«Wir haben auf dem Grundstück eine Hang-Situation, welche in der geologischen Beschaffenheit des Terrains eine besonders vorsichtige Herangehensweise erfordert», erklärt Andreas Zehnder vom erwähnten Architekturbüro auf Anfrage. Die vorläufigen Baukosten belaufen sich auf vier Millionen Franken, wie aus den Bauunterlagen hervorgeht.

Im schraffierten Bereich liegt das Baugelände der geplanten fünf Doppelwohnhäuser.

Im schraffierten Bereich liegt das Baugelände der geplanten fünf Doppelwohnhäuser.

Quelle: OSM, Lizenz Odbl 1.0/Grafik: stb

Aussicht und Lage soll Familien anziehen

Die dreistöckigen Wohnungen in den hinteren beiden Doppelwohnhäusern seien besonders für Familien attraktiv. «Da gibt es genug Platz für Gartenflächen», so Zehnder. Anders bei den Wohnungen in der unteren Reihe, die zwar über Terrassen verfügen, aber praktisch keine Gartenflächen ausweisen.

Doch nicht nur Gärten und Terrassen seien als Wohnraum für Familien attraktiv: «Die Lage am Hügel des Dürrenbergs, mit Aussicht und Ausrichtung zur Nachmittagssonne welche ein Beobachten des Sonnenuntergangs ermöglicht, ist ein zusätzlicher Faktor», sagt Andreas Zehnder.

Die Bauleitung hoffe auf die Erteilung einer Baubewilligung im Oktober, und dass gleichzeitig mit dem Wohnungsverkauf begonnen werden könne. Auf der Einwohnergemeinde trafen bisher keine Einsprachen ein, wie Gemeindepräsident Martin Bühler auf Anfrage sagt.

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