Niedergösgen
Baugeschäft in zweiter Generation: Sohn hat die Andreas Meier AG erworben

Was als Gartenbau-Einmannbetrieb begann, entwickelte sich in Niedergösgen zur grössten Baufirma im Niederamt.

Noël Binetti
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Manuel Meier (links) übernimmt die Andreas Meier Holding AG von Vater Andreas. Dieser will den Sohn aber weiterhin unterstützen

Manuel Meier (links) übernimmt die Andreas Meier Holding AG von Vater Andreas. Dieser will den Sohn aber weiterhin unterstützen

zvg

Andreas Meier blickt zurück auf 38 Jahre als Unternehmer. 1982 gründete er eine Einzelfirma für Gartenbau. Heute beschäftigt das Unternehmen, die Andreas Meier AG, rund 65 Festangestellte in verschiedenen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen macht einen jährlichen Umsatz zwischen 12 und 13 Millionen Franken. «Eine Firma für Hoch- und Tiefbau zu führen, war immer ein Traum von mir», sagt der 60-jährige Meier rückblickend. «Dass sich das Geschäft so gut entwickeln würde, dachte ich am Anfang nicht.» 1987 besass Meier seinen ersten Bagger, heute sind es deren 30. In den 1990er-Jahren begann sich das Unternehmen so richtig zu entwickeln. Meier stellte Personal ein und kaufte Maschinen.

«Ein wichtiger Eckpunkt war im Jahr 2004 mit der Gründung unserer Transportabteilung.» Ein weiterer Meilenstein folgte neun Jahre später: Meier trennte sich vom Gartenbau, konzentrierte sich auf Hoch- und Tiefbau sowie Transporte. «Es war eine kontinuierliche Entwicklung, alles wurde immer mehr und grösser.» Zum Wachstum beigetragen hätten wichtige Partner aus der Region. Es brauchte Grossaufträge aus der öffentlichen Hand genauso wie Aufträge von Privaten. Diese waren vorhanden. So wurde die Andreas Meier AG zum verlässlichen Baugeschäft zwischen Olten und Aarau. «Heute hat die Firma eine gute und überschaubare Grösse», sagt Meier.

Andreas Meier zieht ins Nachbardorf Schönenwerd

Angesprochen auf seinen Wegzug aus Niedergösgen nach Schönenwerd sagt Meier: «Ich freue mich auf die private Veränderung.» Im Herbst beziehen Meier und seine Frau ein Einfamilienhaus auf dem ehemaligen Werkhof-Areal der Mader & Cie AG. In einer Überbauung der eigenen Tannenbaum Generalbau AG reservierte sich Meier eines der letzten Häuser. Bis zum Umzug im September ist er noch Vizegemeindepräsident von Niedergösgen.

Er war schon zuvor viele Jahre im Gemeinderat, war zehn Jahre Präsident des einheimischen Fussballklubs und hatte zahlreiche andere Posten und Funktionen inne. «Wenn ich in Niedergösgen bleiben würde, hätte ich laufend wieder ein Jöbli», sagt Meier. «Ich will es nun ein wenig ruhiger angehen und mehr Zeit mit der Familie verbringen.» Meier bleibt vorerst Verwaltungsratspräsident der Andreas Meier Holding AG, welche die Firma Andreas Meier AG besitzt. Er bleibe dem Team erhalten und sei noch immer in der Firma tätig. «Ich werde meinen Sohn unterstützen.» Dieser hat die Firma Anfang Juni erworben.

Hauptsitz der Firma bleibt in Niedergösgen

Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, kaufte Manuel Meier Anfang Juni die Mehrheit der Aktien. Der 30- Jährige ist gelernter Forstwart. Er bildete sich weiter zum technischen Kaufmann. «Der Rest war Learning by Doing», sagt Manuel Meier. In den vergangenen zehn Jahren habe er sich in das Unternehmen eingearbeitet. Die Entscheidung, die väterliche Firma zu übernehmen, sei vor etwa fünf Jahren gereift. «Damals kaufte ich mein erstes Aktienpaket.»

Danach war es ein laufender Prozess. Die Strategie des Unternehmens will der Sohn beibehalten: «Wir bleiben ein verlässlicher Partner für Hoch- und Tiefbau sowie Transporte im Niederamt.» Auch Manuel Meier wohnt in Schönenwerd. Am Hauptsitz der Firma in Niedergösgen werde die Firma jedoch festhalten. Weitere Standorte für Werkhof und Lager hat die Andreas Meier AG in Winznau und Däniken. Auf die Frage, ob er auch in die politischen Fussstapfen seines Vaters treten will, sagt Manuel Meier: «Ich schliesse für die Zukunft sicher nichts aus. Doch im Moment ist das kein Thema.»

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