Der Grossbrand vom Freitag hat das alte Bauernhaus an der Aarauerstrasse 17 stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden am Gebäude liegt gemäss ersten Schätzungen bei mehreren 100'000 Franken. Verletzt worden ist glücklicherweise niemand. 

Die Flammen und das Löschwasser haben auch das Geschäft "Schöner schenken" (Geschenke & Accessoires) zerstört. Inhaber Susanne Roppel fuhr zufällig gerade zur Liegenschaft, als das Feuer ausbrach. Sie hatte einen freien Tag. "Der weisse Rauch wechselte innert Sekunden in schwarzen Rauch", erzählt sie Tele M1 wie sie den Brandausbruch erlebte.

Sie habe die Feuerwehr alarmiert und ihre Autohupe betätitgt, um Leute auf das Feuer aufmerksam zu machen. Dann sei sie zu ihrer Schwester Marianne Roth in den Laden gerannt und gerufen: "Raus, es brennt!"

Obergösger Bauern-Juwel niedergebrannt

Obergösger Bauern-Juwel niedergebrannt

Grosser Schock in Obergösgen: Eines der ältesten Gebäude brannte lichterloh. Rund 50 Leute kämpften während Stunden gegen die Flammen.

Susanne Roppel hatte sich mit dem Laden vor drei Jahren einen Traum erfüllt. Gemeinsam mit ihrer Schwester hatte sie den Laden eingerichtet. "Wir haben das zusammen aufgebaut", erzählt sie. "Wir haben unser Herzblut reingesteckt", schiebt sie nach. Mitten im Satz kommen die Emotionen hoch. Ihre Stimme wird brüchig, sie wendet ihr Gesicht ab. 

Auch auf ihrer Homepage haben Susanne Roppel und Marianne Roth ihre Kundschaft bereits über den Grossbrand informiert. "Ich danke den Feuerwehren, Polizisten und den unzähligen Personen für Ihren grossartigen Einsatz. Die Solidarität und das Mitgefühl ist sehr gross", steht in der Mitteilung.

Trotz des Unglücks will Susanne Roppel nicht aufgeben, sondern nach vorne schauen. "Wir sind es unserer Kundschaft schuldig, dass wir wieder etwas aufbauen. Ich versuche, in der Nähe etwas zu finden", kündigt sie an.

Das Gebäude ist nun einsturzgefährdet. Ein Gerüst, das bereits rund ums Haus aufgestellt worden ist, soll verhindern, dass Trümmer auf die Hauptstrasse fallen. Die Brandursache ist am Samstag nach wie vor unklar. (pz)