Bach als Bearbeiter - dies der Titel des Konzertes vom Sonntag, 3. Juni, um 17 Uhr in der St. Martinskirche. Hatte der geniale Komponist das wirklich nötig, eigene und fremde Werke für die Orgel zu bearbeiten? Natürlich: Für den hervorragenden Organisten Bach war es gerade zu die Herausforderung, Instrumental- und Vokalwerke für das Ein-Mann-Orchester Orgel einzurichten.

Er tat das mit eigenen Kompositionen, mit einzelnen Sätzen aus Kantaten oder aber mit der Umformung von Werken für Solovioline und Orchester von Johann Ernst Prinz von Weimar-Sachsen, eine «kleine» Referenz an den Weimarer Hof, an dem Bach als Konzertmeister und Komponist wirkte.

Im ersten Konzertteil erklingen mehrere Orgelbearbeitungen, unter anderem Auszüge aus den Schüblerchorälen sowie zwei berühmte Konzerte, welche ursprünglich vom Prinz von Weimar-Sachsen komponiert wurden. Nach einer kurzen Pause wird die gross angelegte Kantate «Die Himmel erzählen die Ehre Gottes» BMV 76 für Soli, Chor und Orchester aufgeführt. Die Sinfonie am Anfang des zweiten Kantatenabschnitts entspricht dabei dem ersten Satz der der e-Moll-Triosonate BMV 528.

Die Orgelwerke werden von Christoph Mauerhofer, Organist in St. Marien Olten, Hansruedi von Arx, Organist in St. Martin Olten und Francesco Saverio Pedrini, Organist in St. Mauritius, Trimbach aufgeführt, die Kantate durch das Ensemble La Pedrina. Der Eintritt ist frei - Kollekte beim Ausgang. (mgt)