Schönenwerd
Aus Sportfonds gehen 700'000 Franken an Sport- und Eventhalle Mittelland

Der Regierungsrat hat beschlossen, die Sport- und Eventhalle Mittelland in Schönenwerd kräftig zu unterstützen. Aus dem Sport- und Lotteriefonds gehen knapp 717'000 Franken an das Projekt. Das sind 30 Prozent der beitragsberechtigten Kosten.

Christian von Arx
Drucken
Teilen
Illustration zur Sport- und Eventhalle Mittelland.

Illustration zur Sport- und Eventhalle Mittelland.

zvg

Die Sport- und Eventhalle Mittelland, die als nationales Leistungszentrum des Verbandes Swiss Volley auf dem Sportplatz Feld in Schönenwerd geplant ist, erhält aus dem Sportfonds des Kantons Solothurn einen Beitrag von 716'675 Franken. Das hat der Solothurner Regierungsrat an seiner Sitzung vom Montag entschieden. Das Geld stammt nicht aus Steuern, sondern aus den Gewinnanteilen des Kantons an der Landeslotterie (Swisslos).

Der Beitragssatz von 30 Prozent der beitragsberechtigten Kosten ist das Maximum, was der Sportfonds an Sportanlagen beitragen kann. Der Regierungsrat hat dafür sogar den Spielraum in den Richtlinien des Sportfonds erweitert. Bisher galt ein Maximum von 20 Prozent, und das nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Mit der beschlossenen Änderung kann der Sportfonds nun an «Sportbauten mit überregionalem oder nationalem Charakter» regulär 20 Prozent zusprechen, in Ausnahmefällen «bei Sportbauten mit herausragender Bedeutung für den Kanton Solothurn und die weitere Region» sogar 30 Prozent; immer auf Antrag der Kantonalen Sportkommission. Wegen der Rolle als nationales Leistungszentrum für den Volleyballsport hat Solothurn dem Projekt der Sport- und Eventhalle Mittelland diese herausragende Bedeutung zuerkannt.

Kosten

4,5 Millionen Franken sieht die von Personen aus dem Umfeld des NLA-Vereins Volley Schönenwerd gegründete BaS Immobilien AG als Gesamtkosten für die Sport- und Eventhalle Mittelland vor. Davon sind knapp 2,4 Mio. Franken beitragsberechtigt. An diese Summe leistet der Kantonale Sportfonds einen Beitrag von 30 Prozent, das sind 716 675 Franken.

«Der Beitrag aus Solothurn ist für uns ein sehr erfreuliches Zeichen, eine Bestätigung für unser Engagement», erklärt BaS-Verwaltungsratspräsident Urs Fäs auf Anfrage. «Das ist ein ganz wichtiges Puzzleteil – es sieht nun sehr gut aus, dass wir die Finanzierung zusammenbringen», äussert sich Fäs betont zurückhaltend. Das Maximum, was sich der Banker entlocken lässt, ist das Urteil: «Der Weg ist frei.»

Anlass zu Fäs’ Vorsicht ist, dass der Unterstützungsvertrag mit dem Bundesamt für Sport und der Kreditvertrag mit den Banken für das Fremdkapital noch nicht unterzeichnet seien. Die Inhalte seien ausgehandelt, die Partner seien sich einig. Das Bundesamt hat 900'000 Franken in Aussicht gestellt.

Ende 2017 in der eigenen Halle

Die Baubewilligung für die Halle mit 1500 Zuschauerplätzen besitzen die Initianten bereits. In den nächsten Tagen wird der Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Schönenwerd für das Grundstück in der Nord-Ecke des Sportplatzes Feld auf der Amtschreiberei beurkundet. Laut Fäs wird der BaS-Verwaltungsrat nun die geplante Erhöhung des Aktienkapitals von bisher 100'000 Franken auf 400'000 bis 500'000 Franken auslösen, an der sich auch die Gemeinde Schönenwerd mit 50'000 Franken beteiligen wird.

Urs Fäs rechnet damit, dass der Bau der Halle im Frühjahr 2017 (März, April) beginnen kann und etwa 7 bis 9 Monate beansprucht. Das heisst: Ende 2017 wird Volley Schönenwerd sein erstes Spiel in der «eigenen» Halle austragen.

Aktuelle Nachrichten