Schönenwerd
Aus der Bauruine wird endlich eine Baustelle

Auf dem Kopp-Areal an der Baumstrasse sind endlich Bagger aufgefahren. Das Projekt wurde bereits im Jahr 2010 angekündigt, danach ist lange nichts passiert. Nun soll endlich der Startschuss fallen.

Verena Fallegger
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Der Beweis: Bei der ehemaligen Büromöbelfabrik Kopp an der Baumstrasse in Schönenwerd sind in den letzten Tagen tatsächlich erste Vorarbeiten im Gang.

Der Beweis: Bei der ehemaligen Büromöbelfabrik Kopp an der Baumstrasse in Schönenwerd sind in den letzten Tagen tatsächlich erste Vorarbeiten im Gang.

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«Der Startschuss an der Baumstrasse ist gefallen»: Diese Mitteilung erhielt die Schönenwerder Bauverwaltung vor einem Monat von einer Bauunternehmung aus Küttigen. Wenn es jetzt tatsächlich zu einer Aufwertung des Quartiers und der Gemeinde kommt, können Anwohner, Passanten und Gemeindeverantwortliche aufatmen. Aus der seit Jahren störenden Bauruine wird nun endlich eine Baustelle. Sie soll bald so weit Formen annehmen, dass auch ein Laie sich das Ergebnis vorstellen kann.

Auf Ankündigung folgte Stille

Das Oltner Tagblatt berichtete im März 2012, dass auf dem Areal der ehemaligen Büromöbelfabrik Kopp, die Ende der 1990er-Jahre ihren Betrieb eingestellt hatte, 21 Wohneinheiten entstehen sollten. Die Firma Estimo AG, Zürich (heute Estimo Atelier AG), plante, das Fabrikgebäude auf dem Kopp-Areal an der Baumstrasse, gegenüber dem Restaurant Eule, in 17 Loft-Wohnungen zu verwandeln. In einem kleineren Neubau sollten vier weitere Loft-Wohnungen entstehen. An einem Tag der offenen Tür, ebenfalls im März 2012, wurden Interessierte bewirtet und tolle Pläne gezeigt. Im Frühling 2013 sollten die Wohnungen bezugsbereit sein. Aber bei dieser Ankündigung blieb es.

Das Vorhaben reichte noch weiter zurück: Im Jahr 2010 hatte die Baukommission Schönenwerd das Umbauprojekt in der Wohnzone W2 bewilligt. Aufgrund einer Projektoptimierung wurden durch die Estimo AG im Jahre 2011 gewisse Anpassungen vorgenommen. Zusammen mit dem Kanton wurden die Anpassungen in einem Gestaltungsplan geregelt, da das vorliegende Projekt eine gute städtebauliche Lösung für diesen Standort darstellte. Der Kanton gab im selben Jahr grünes Licht, und das Projekt kam zur öffentlichen Auflage.

Suche nach dem «Endinvestor»

Von Bauarbeiten sahen die Anwohner dann aber nichts. Im November 2014 fragte das Oltner Tagblatt nach. War das Projekt begraben worden? Vergessen habe man es nicht, beschwichtigte der Bauherrenvertreter Josef K. Büeler (Büeler & Partner AG, Urdorf ZH) damals. Die Suche nach einem Endinvestor sei im Gange. Von den geplanten Eigentumswohnungen kämen nur noch wenige infrage, dafür seien Mietwohnungen ins Auge gefasst worden, ergänzte der Bauherr. Diese würden wie geplant als Lofts in der Hülle des bestehenden Fabrikgebäudes entstehen. Die Baubewilligung sei erfolgt und der Rückbau am Areal sei ja gemacht worden. Wann genau der eigentliche Baustart erfolgen solle, konnte Josef K. Büeler zu jenem Zeitpunkt aber nicht sagen.

Unkraut und Sträucher sind weg

Jetzt also scheint es endlich so weit zu sein: Vor wenigen Wochen wurden «Bewegungen» auf dem Areal gesichtet. Das hohe Unkraut, die wilden Sträucher und die grossen Steine wurden entfernt, Container eines Bauunternehmens aufgestellt. Freude herrscht im Quartier. Endlich geht es los.

Nach Auskunft des Bauführers Patrik Rotzer wird nächste Woche ein Kran gestellt. Die Bauinstallationen sind in Vorbereitung. Wo die Stützmauern und Fundamente für die Garagen geplant sind, kann man bereits erkennen. Der Aushub für den Neubau wird bald in Angriff genommen. Im Kopp-Gebäude selbst werden Vorkehrungen für den geplanten Umbau der Loftwohnungen getroffen.

Bauherrschaft und Baumeister würden zu gegebener Zeit eine Mitteilung mit allen den Bau betreffenden Angaben veröffentlichen, hiess es auf Anfrage. Also Step-by-Step. Man darf gespannt sein, wie aus der zum Ärgernis gewordenen Bauruine eine präsentable Wohn-Oase entsteht.

Sechs Jahre sind seit der Erteilung der ersten Baubewilligung für das Umbauprojekt auf dem Kopp-Areal in Schönenwerd vergangen. Etwa zwei Jahre gehen auf das Konto von nachträglichen Projektoptimierungen mit Erstellung eines Gestaltungsplans, weitere vier Jahre erforderte dann offenbar die Suche nach einem Investor.

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