Ein letztes Mal wurde an der Gemeindeversammlung in Stüsslingen die Jahresrechnung der Forstbetriebsgemeinschaft Gösgeramt genehmigt. Nach deren Auflösung erhält Stüsslingen rund 242'000 Franken aus Eigenkapital, Darlehen und Reserven. Die Versammlung stimmte zudem einem Liegenschaftskauf durch das Pflegezentrum Schlossgarten in Niedergösgen für eine Erweiterung zu, bevor Finanzverwalter Matthias Deppeler Nachtragskredite und Jahresrechnung präsentierte.

Die Nachtragskredite beinhalteten unter anderem: Bezahlung von Überstunden, Stellvertretungen, Dienstleistungen Dritter sowie neue Duschanlagen in der Mehrzweckhalle. Die Alten seien so schwach gewesen, dass das Shampoo kaum mehr wegzukriegen war.

Die Jahresrechnung der Gemeinde schloss mit einem Plus von 202'653 Franken. Der gute Abschluss rührt daher, dass die Gemeinde den Steuervorbezug von 90 auf 100 Prozent erhöhte. Zudem konnte mit dem geplanten Reservoirbau erst heuer begonnen werden.

Die Versammlung genehmigte die Rechnung und stimmte zudem einer Revision des Steuerreglements zu. Diese beinhaltet die Abschaffung der Personalsteuer, da hier der Aufwand den Ertrag überschritt. In der Investitionsrechnung schlagen vor allem die Gemeindehaussanierung und die Ortsplanung zu buche.

Gemeinderat Kilian Gerber informierte über die Tätigkeiten der Planungskommission, wie der Kategorisierung von Strassen und schützenswerten Hecken sowie der Überarbeitung der Gefahrenkarte. Als nächstes ist die Planungszone Dorfkern an der Reihe. Hinweise oder Anträge bat er, schriftlich einzureichen.

Nach rund einer Stunde schloss Gemeindepräsident Georges Gehriger die Versammlung. Er teilte den 22 Anwesenden mit, dass nach der Schliessung der Raiffeisenbankfiliale Bargeld in kleinen Mengen im Dorfladen bezogen werden könne und dass auf der Gemeindeverwaltung Kartenzahlung ermöglicht werden soll.