Niedergösgen
Auf Zeitreise in die 1970er-Jahre

Am Tag der offenen Tür bei der Buma Design GmbH trafen Möbelklassiker auf Legosteine.

Gabriela Strähl
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Legosteine, ein Klassiker ohne Verfalldatum.

Legosteine, ein Klassiker ohne Verfalldatum.

Remo Fröhlicher

Übergrosse Aromat-Streudosen als Sitzhocker, palmenförmige Stehlampen und ausladende Korbsessel: Der Besuch bei der Buma Design GmbH im Niedergösger Mühledorf ist ein Ausflug in die Jahre von 1920 bis 1980 und deren ausgefallene Designermöbelstücke.

Am Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag liess das dreiköpfige Team die Möbel auf einen weiteren Klassiker dieser Zeit treffen: Legosteine. In einer Ecke des Ausstellungsraums im Niedergösger Mühledorf konnten die Besucher mit Tausenden von Klötzchen spielen, was insbesondere die Kinder begeisterte.

Ein DJ legte zum Alter der Möbel passende Musik auf, an der Bar gab es bunte Cocktails, Häppchen wurden herumgereicht. Auf den ausgestellten Sofas konnten sich die Besucher auch mal einen Moment ausruhen. Der Geruch von Leder, Polster und Holz lag in der Luft.

Originalstücke mit eigenem Charakter

Die Besucher, das bestätigt auch Mitinhaber Pascal Bucheli, sind oft Designliebhaber. «Viele haben ein bestimmtes Objekt vor Augen, nach welchem sie suchen», erklärt der gelernte Schreiner und Sattler. Mehrmals schauen sie sich inmitten der Originalstücke um, die teilweise nicht mehr fabriziert werden und an denen die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat.

«Die Möbel haben ihren ganz eigenen Charakter», schwärmt Bucheli. Dafür kommen die Besucher auch mal von weiter her, zum Beispiel Cyril Jost, der mit seiner Frau aus Lausanne angereist ist. Bisher haben sie sich nur auf der Website des Geschäfts umgeschaut.

«Wir sind auf der Suche nach einer Lampe», erklärt Jost. Fabian Lüthi und Madlen Kobi aus Bern kennen das Team und wollten schon lange einmal vorbeikommen. Auch sie lassen sich von den Lampen inspirieren.

Ankauf, Restauration und Verkauf

Die Stimmung war locker und einladend. Mehrmals grüsste Bucheli vorbeilaufende Leute und wechselte ein paar Worte mit ihnen. «Viele Besucher kennen wir, weil sie mehrmals vorbeikommen.» Im Jahr 2002 begann der Lostorfer mit Michi Fischer in Niedergösgen mit der Firma, seit 2006 sind sie am jetzigen Standort.

Später kam Domenika Rast dazu, welche bei den beiden die Sattlerlehre absolvierte. Die Möbel kaufen sie von Zwischenhändlern oder von Privaten. Obwohl ihnen dank steigender Bekanntheit oft Stücke angeboten werden, besteht ein Teil ihrer Arbeit darin, neue Möbel zusammenzusuchen.

Diese restaurieren sie in der anliegenden Sattlerei. Pro Monat verkaufen sie rund 30 Stücke, ebenso viele kommen neu dazu. Diese haben ihren Preis, so kann eine Stehlampe auch mal 1500 Franken oder ein Stuhl 1000 Franken kosten.

Die Website ist für ihr Geschäft sehr wichtig. «Uns ist es aber lieber, wenn die Leute selbst vorbeikommen und sich das Stück ansehen», so Bucheli. Bis zu 20 Personen statten dem Ausstellungsraum während der Öffnungszeiten am Samstag jeweils einen Besuch ab.

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