Budget 2018

Auf Stüsslingen kommen hohe Kosten und Investitionen zu

In der Kreisschule Mittelgösgen steht nach 16 Jahren wieder eine Renovation der Schulzimmer an.

In der Kreisschule Mittelgösgen steht nach 16 Jahren wieder eine Renovation der Schulzimmer an.

Das Budget von Stüsslingen weist 2018 einen Aufwandüberschuss aus, der auf den tieferen Finanzausgleich, höhere Kosten bei den Sonderschulmassnahmen sowie Unterhaltsarbeiten in der Gemeinde zurückzuführen ist.

Die Gemeinde Stüsslingen wurde von der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Niederamt ersucht, aus personellen Gründen ab der neuen Amtsperiode 2017 – 2021 die Aufgaben ihres Wahlbüros zu übernehmen. Gemäss Gemeindegesetz besteht für Kirchgemeinden die Möglichkeit, die Wahlbüros der Einwohnergemeinde als ihre eigenen anzuerkennen.

Die Kirchgemeinde Niederamt umfasst neun politische Gemeinden. Daher wird sie – wie bis anhin – ein Zentralwahlbüro bestellen. Dieses fasst die Resultate aus den Gemeinden in einem Wahlprotokoll zusammen. Die Aktualisierung des Stimmregisters, die Beschaffung, das Verpacken und der Versand des Stimmmaterials sowie die Publikationen im Niederämter Anzeiger obliegen weiterhin der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde.

Das Wahlbüro der Einwohnergemeinde Stüsslingen wird lediglich die Aufgabe übernehmen, die Stimmen in der Gemeinde auszuzählen und das Ergebnis an das Zentralwahlbüro in Schönenwerd zu übermitteln.

Sanierung der Schulzimmer

In der Kreisschule Mittelgösgen steht nach 16 Jahren wieder eine Renovation der 18 Standardschulzimmer sowie die erstmalige Renovation des Spezialzimmers «Biologie» an. Die Renovation beinhaltet die Erneuerung der Bodenbeläge und diverse Malerarbeiten. Im Biologiezimmer sollen zusätzlich die Möblierung sowie die Schallschutzdecke erneuert werden.

Die Arbeiten sind von Februar bis Oktober 2018 jeweils in den Schulferien vorgesehen. Die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Kreisschule Mittelgösgen hat am 14. November 2017 dem Antrag für die Sanierung der Schulzimmer und der Kreditfreigabe über 210'000 Franken einstimmig zugestimmt.

Den an der Kreisschule beteiligten Gemeinden werden die Anteile an der Investition nach Anzahl Einwohnern entsprechend belastet. Für Stüsslingen liegt der Beitrag an die Gesamtinvestition bei 4375 Franken.

Fusion der Forstbetriebe

Mit dem Ausscheiden der Bürgergemeinde Niedergösgen aus dem Kooperationsvertrag der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Gösgeramt kann die FBG Gösgeramt in der bisherigen Form nicht mehr weitergeführt werden. Die Betriebsfläche und der Hiebsatz genügen nicht mehr, um eine eigene Forstequipe ausreichend auszulasten.

Die verbliebenen Vertragspartner der FBG Gösgeramt haben sich deshalb dafür ausgesprochen, Verhandlungen über den Anschluss an den Forstbetrieb (FB) Werderamt aufzunehmen. Der FB Werderamt ist bereits seit 2014 als öffentlich-rechtliches Unternehmen organisiert und rechnet die Waldbewirtschaftung – wie die FBG Gösgeramt – über die gemeinsame Rechnung ab. In drei Arbeitssitzungen hat der Ausschuss, zusammengesetzt aus dem Vorstand des FB Werderamt und den Vertretern der interessierten Vertragspartner der FBG Gösgeramt, einen Statutenentwurf für einen gemeinsamen «Forstbetrieb Niederamt» erarbeitet.

Der Ausschuss ist überzeugt, dass der gemeinsame Betrieb genügend gross wäre, um flexibel auf die Herausforderungen in einem rauen wirtschaftlichen Umfeld zu reagieren. Mit einem Zusammenschluss der beiden Forstbetriebe können Synergien genutzt werden. Die neue Organisationsstruktur soll zudem einen stabilen und wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Bei einer Zustimmung durch die Gemeinden könnte der «Forstbetrieb Niederamt» per 1. Januar 2018 den operativen Betrieb aufnehmen.

Budget 2018

An der Gemeindeversammlung vom Montag, 4. Dezember, werden das Budget 2018 sowie die Investitionsrechnung 2018 vorgelegt. Der Voranschlag sieht einen Aufwandüberschuss von rund 194'000 Franken vor. Dieser ist vor allem auf den tieferen Finanz- und Lastenausgleich, höhere Kosten bei den Sonderschulmassnahmen, Umsetzung des Lehrplans 21 sowie Unterhaltsarbeiten bei den Gemeindestrassen und Gemeindebauten zurückzuführen.

Die Kantonsvorgaben zum HRM2 verlangen, dass das alte Verwaltungsvermögen (bis 31. Dezember 2015) innert 10 Jahren abgeschrieben werden muss. Das Budget wird somit jährlich mit rund 260'000 Franken belastet. Zusätzlich fallen die Abschreibungen für die neuen Investitionen ab 1. Januar 2016 an.

In der Investitionsrechnung stellen der Reservoir-Neubau, die Erneuerung der Wasserleitung vom Reservoir bis Liegenschaft M.Meier sowie die Sanierung des Schulhauses 86 die Hauptposten dar. Der Gemeinderat ist bestrebt, die Kosten so tief wie möglich zu halten. Er schlägt vor, für das Budgetjahr 2018 den Steuerfuss auf 121 Prozent zu belassen. (MGT)

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