Marie Studer erblickte am 1. Mai 1918 in Hauenstein-Ifenthal das Licht der Welt. «S’Bammerts Marie» (der Vater war Bannwart) machte eine Lehre als Damenschneiderin. Als Störschneiderin wanderte sie im Jura stundenlang von Hof zu Hof und verdiente so ihren Lebensunterhalt. Nach der Heirat mit Alfred Hagmann zog sie 1946 nach Däniken, wo sie gemeinsam drei Buben grosszogen. Im Kirchenchor fand sie Abwechslung und war mit ihrer klaren Stimme eine jahrelange, wertvolle Ergänzung und Unterstützung.

Nach dem Verlust ihres Ehemannes 1993 und des ältesten Sohnes 2006 lebte sie noch alleine in ihrer Wohnung, ehe sie mit fast 96 Jahren ins Brüggli nach Dulliken zog. Eine Krankheit brachte sie alsbald in den Rollstuhl und so war sie auf fremde Hilfe angewiesen. Dennoch haderte sie nicht mit ihrem Schicksal, sondern lebte sich gut im Brüggli ein. Auch das Pflegepersonal hat die Jubilarin längst ins Herz geschlossen: «Wir erleben Frau Hagmann je nach Tagesform als ruhige, herzliche Person, die oft einen humorvollen Spruch auf Lager hat.» (mgt/otr)