Dulliken

Attraktivität soll gestärkt werden: Fahrpläne und Schlüsselgebiete rücken in den Fokus

Soll nach der Inbetriebnahme der Eppenberglinie einen besseren Fahrplan erhalten: Der Bahnhof Dulliken.

Soll nach der Inbetriebnahme der Eppenberglinie einen besseren Fahrplan erhalten: Der Bahnhof Dulliken.

Das räumliche Leitbild soll in den verschiedensten Bereichen der Gemeinde für anhaltende Qualität sorgen. Dies geschieht im Hinblick auf das moderate aber kontinuierliches Wachstum in Dulliken.

An der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017 hat der Dulliker Souverän das räumliche Leitbild der Gemeinde genehmigt. Die von Gemeindepräsident Walter Rhiner präsidierte und vom Ortsplaner Daniel Schneider begleitete Arbeitsgruppe hatte das nun vorliegende umfassende Werk bereits letzten Sommer im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkungsveranstaltung den zahlreich erschienenen Dullikerinnen und Dullikern vorgestellt.

Eines der wesentlichen Merkmale des Leitbildes ist der Umstand, dass Dulliken im Bereich «Schäfer» massiv gewachsen ist, und dass diesem Gebiet deshalb künftig eine ebenso wichtige Bedeutung für die Dorfentwicklung zukommen soll wie den beiden anderen Zentren beim Gemeindehaus und beim Bahnhof. Das heisst, dass der Gemeinderat künftig der räumlichen und baulichen Entwicklung dieses Gebietes die ihm gebührende Aufmerksamkeit schenken wird.

Naturräume schützen

Für eine qualitativ gute Entwicklung der drei «Schlüsselgebiete» Gemeindehaus, Bahnhof und Schäfer soll auch eine gute Vernetzung von Fussgänger- und Veloverkehr stattfinden. Dies soll durch Attraktivierung der Strassenräume und des Langsamverkehrs mittels entsprechender Massnahmen (neue Verbindungswege, Bepflanzung, Parkbänke, Veloständer und andere Massnahmen) erreicht werden.

Die Erkenntnisse aus dem 2015 in Rechtskraft getretenen Gestaltungsplan «Dorfstrasse» sollen mithelfen, die gewachsenen Strukturen im Dorf zu erkennen und bei Neubauvorhaben respektvoll damit umzugehen, ohne dass dabei Nutzungseinschränkungen in Kauf genommen werden müssen.

Trotz Rücksichtnahme auf Bestandesbauten und bestehende Strukturen soll die innere Verdichtung des Dorfes vorangetrieben werden. Im Zuge der bevorstehenden Totalrevision der Ortsplanung ist vor allem auch dem Anspruch eines haushälterischen Umgangs mit den Baulandressourcen gerecht zu werden, wie dies das eidgenössische Raumplanungsgesetz zwingend vorschreibt.

Die Umsetzung dieser Vorgabe soll die weitere Ausdehnung des Siedlungsgebiets aufhalten, sodass dem Prinzip der kurzen Wege innerhalb des Dorfes Rechnung getragen werden kann. Durch eine noch bessere Verkehrsführung soll die in Dulliken vorhandene intakte Struktur einer guten Grundversorgung mit verschiedenen Lebensmittel- und anderen Verkaufsgeschäften in allen Schlüsselgebieten gestärkt werden.

Damit werden auch die wertvollen Naturräume geschützt, welche sich vom Engelberg bis hinunter zur Aare ziehen und zwischen Wald und Siedlungsrand als grosszügige, unbebaute Landwirtschaftsflächen erhalten bleiben und als Naherholungsgebiete zur Verfügung stehen sollen.

Industriebauten nutzen

Die Gemeinde will sich dafür einsetzen, dass keine Industriebrachen entstehen, dass also unbenutzte und baufällige Industriebauten rückgebaut und einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Gemeinsam mit den Grundeigentümern soll an dieser Strategie gearbeitet werden. Dass Gebäude lange Zeit ungenutzt bleiben und zerfallen, wie dies bei der alten Schuhfabrik Hug der Fall war, soll sich nicht wiederholen. Die dort entstandenen Hugi-Lofts mit den Gewerbebauten sind exemplarisch für eine gelungene Nachfolgenutzung solcher Objekte.

Dulliken verzeichnet ein moderates aber kontinuierliches Wachstum. Die Nähe zu Olten mit dem hervorragenden öV-Angebot spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle. Um diese Attraktivität weiter zu stärken, wird schon in diesem Jahr die Busverbindung zum Bahnhof Olten wesentlich verbessert, indem weitere Quartiere direkt erschlossen werden. Nach Inbetriebnahme der Eppenberglinie wird der Bahnhof Dulliken auch einen attraktiven Fahrplan mit einem durchgängigem Halbstunden-Takt nach Olten und nach Aarau erhalten.

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