Kappel
Antrag auf Steuersenkung blieb ohne Chance

Die Gemeindeversammlung heisst Kredite und Budget gut.

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Kurz vor Schluss der Versammlung beanstandete ein Stimmberechtigter die Unannehmlichkeiten, die den Bau des Dorfkreisels begleiteten.

Kurz vor Schluss der Versammlung beanstandete ein Stimmberechtigter die Unannehmlichkeiten, die den Bau des Dorfkreisels begleiteten.

Bruno Kissling

An der Budgetgemeindeversammlung am Donnerstagabend wurden alle Geschäfte einstimmig oder grossmehrheitlich bewilligt. Kurz zu reden gab der Verpflichtungskredit zum Ersatz der Wasserleitung Dorfstrasse. Auch das Thema Steuerfuss wurde gestreift.

Neunzig Stimmberechtigte fanden am Donnerstagabend in die Mehrzweckhalle. Gemeindepräsident Rainer Schmidlin durfte auch die Jungbürgerinnen und Jungbürger begrüssen, die der Einladung der CVP gefolgt waren.

Das erste Geschäft, ein Investitionskredit für die Sanierung der Bühnenanlagen der Mehrzweckhalle über 115 000 Franken wurde ohne Wortbegehren einstimmig genehmigt. Mehr zu reden gab der Verpflichtungskredit zur Erschliessungsstrasse Höchmatt in der Höhe von 710 000 Franken.

Dabei handelte es sich um ein sehr komplexes Thema, da auch die Nachbarsgemeinde Hägendorf involviert ist. Moniert wurde insbesondere, dass man jahrelang zugesehen habe, dass die Höchmattbrücke mit Vierzigtönnern befahren wurde und diese nun in einem entsprechend schlechten Zustand ist.

Die Erschliessungstrasse kommt aber wesentlich günstiger als der Neubau einer Brücke. Dazu beteiligt sich die Firma Murpf mit einem nicht unwesentlicher Kostenbeitrag von 33 Prozent. So wurde auch dieses Geschäft einstimmig angenommen.

Sperre der Schulhausstrasse

Als es um den Verpflichtungskredit für den Ersatz der Wasserleitung Dorfstrasse ging, forderte ein Stimmbürger Massnahmen im Bereich des Schulhaussträsschens. Er schlug vor, dass man dieses für Anwohner im Umkreis von 800 Metern sperren solle. Um die Mittagszeit wimmle es von Müttern, die ihre Kinder abholen wollen. Für ihn eine untragbare Situation. Der Kredit über 285 000 Franken wurde auch einstimmig gutgeheissen.

Finanzverwalter Benjamin von Däniken erläuterte das Budget, das einen kleinen Gewinn vorsieht. Der Selbstfinanzierungsgrad von gut 20 Prozent sei nicht erfreulich, aber der Finanzplan für die nächsten Jahre weise eine positive Tendenz auf. Auch hier gab es kaum Diskussionen und das Budget wurde grossmehrheitlich angenommen.

Zuvor hatte Gemeinderätin Eveline Schärli erklärt, dass die Abfallgebühren im nächsten Jahr um 25 Prozent gesenkt würden, ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Ein einzelner Stimmbürger stellte den Antrag, den Steuerfuss auf 120 Prozent zu senken. Er hatte aber damit keine Chancen auf Erfolg. Die Gemeindeversammlung sprach sich einstimmig für den Beibehalt von 122 Prozent aus.

Kurz vor Schluss der Versammlung beanstandete ein Stimmberechtigter die Unannehmlichkeiten, die den Bau des Dorfkreisels begleiteten. Er fühlte sich als Betroffener von den Behörden nicht ernst genommen und forderte für die kommenden Bauarbeiten mehr Rücksicht. (ts)

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