Inmitten von Obst- und Gemüsegestellen, bei Früchte Rychard an der Oltnerstrasse, fand am vergangenen Sonntag in Gretzenbach der ökumenische Ernstdank- oder Gottesdienst am Arbeitsplatz statt. Der teilweise geräumte Verkaufsraum reichte kaum für die vielen Teilnehmer der Feier. Die beiden Pfarrherren Wieslaw Reglinski und Daniel Müller freuten sich über die grosse Besucherschar.

Der Gottesdienst diente zugleich als Eröffnung des Heimgruppenunterrichtes der beiden ersten Schulklassen. Entsprechend verlasen die Mütter mit ihren Kindern die Fürbitten und Gebete und dankten für die Früchte und das Gemüse, das wir täglich geniessen können. Rafael Ramirez sorgte mit seiner Gitarre für die musikalische Unterhaltung.

Bereits zum fünften Male fand dieser spezielle Gottesdienst statt. Nach dem Besuch eines Bauernhofes, einer Autogarage, dem Werkhof und Schulzimmer lud diesmal ein Verkaufsgeschäft zum Besuch. Wieslaw Reglinski interviewte die Besitzer Marco und Eliane Rychard, um Näheres über das Geschäft zu erfahren.

Bereits in der dritten Generation wird es unter dem Motto: «Frische hat einen Namen» von ihnen geführt. Mitten in der Nacht heisst es für die Besitzer aufstehen und in Zürich die frische Ware abholen, die dann an die vielen Abnehmer weiterverteilt wird.

«An den Früchten werden wir erkannt» stand auch als Mittelpunkt der Gesänge, Gebete und des Evangeliums. Daniel Müller zeigte in seiner humorvollen Predigt auf, dass auch in der Kirche Freude vorherrschen sollte.

Dagegen sprechen aber die vielen Gebote, die Aufrufe zur Busse, Sühne, um in den Himmel zu kommen und nicht einen Stock tiefer zu landen. «Hat Jesus gelacht» fragte er weiter? Er hat uns die frohe Botschaft gebracht, während falsche Propheten nur Angst machen. Die richtige Religion macht Freude und ist ein Zusammenkommen der Menschen.

Zum Schluss durften sich die Teilnehmer aus einem reichhaltigen Früchtekorb bedienen und den offerierten Apéro geniessen.