Obergösgen
Alle wollen die Mehrzweckhalle sanieren

Die Gemeindeversammlung stimmte dem 3,65-Millionen-Kredit für die Sanierung einstimmig zu.

Rahel Bühler
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Vor einer Woche war Solothurns Politprominenz zur Kantonsratspräsidentenfeier hier Gast, jetzt wird sie saniert: Mehrzweckhalle Obergösgen.

Vor einer Woche war Solothurns Politprominenz zur Kantonsratspräsidentenfeier hier Gast, jetzt wird sie saniert: Mehrzweckhalle Obergösgen.

Bruno Kissling

Pünktlich eröffnete Gemeindepräsident Christoph Kunz die Gemeindeversammlung am Montag in der Mehrzweckhalle. Just an jenem Ort also, über dessen Zukunft die 90 Stimmberechtigten an der Versammlung bestimmen sollten.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle war denn auch einer der ersten Punkte auf der Traktandenliste. «Die Turnhalle ist 39 Jahre alt und daher in einem ungenügenden Zustand», machte Bau-Ressortchef Marco Pally die Notwendigkeit der Sanierung deutlich. «Auch wenn das Kreditbegehren von 3 650 000 Franken abgelehnt werden sollte, müssen dringend nötige Renovationsarbeiten trotzdem erledigt werden.»

Ins gleiche Horn blies Mauro Giorgini von der Oltner Firma Integral Baumanagement, der das Sanierungsvorhaben präsentierte. «Wenn die Turnhalle jetzt saniert wird, haben Sie 25 Jahre Ruhe. Wenn nicht, fallen in zwei Jahren bereits erste Arbeiten an», richtete er sich direkt an den Souverän. «Das Dach rinnt, die Fassade ist beschädigt und nicht ausreichend isoliert, die Sicherungen sind alt», führte Giorgini weiter aus. Vorgesehen ist eine Renovationsphase von knapp einem Jahr, begonnen werden soll im Juni 2018, die Fertigstellung soll im Mai 2019 erfolgen.

In dieser Zeit wird unter anderem die ganze Fassade neu gemacht, eine neue Lüftung eingesetzt und eine neue Küche eingebaut werden. Die Versammlung nahm das Kreditbegehren ohne Gegenstimmen an.

Auch die Kleinfeldturnhalle

Auch die andere Obergösger Turnhalle, die Kleinfeldturnhalle, soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Konkret geht es um die Garderoben, die sanierungsbedürftig sind. Diese Arbeiten sollen noch vor der Sanierung der MZH abgeschlossen werden. Denn während der einjährigen Renovationsphase kann die MZH weder von der Schule noch von Vereinen genutzt werden. Somit müssen diese auf die Kleinfeldturnhalle ausweichen.

Ein weiteres Thema war die Einführung einer offenen Jugendarbeit in Obergösgen. «Die Jugendkommission stösst zeitlich und aufwandsmässig an ihre Grenzen, deshalb ist eine professionelle Lösung in Form einer offenen Jugendarbeit gefragt», erklärte Gemeinderätin Jeannette Schärer. Angedacht ist eine dreijährige Pilotphase in Zusammenarbeit mit der bereits etablierten Jugendarbeit Lostorf.

Die beiden Jugendarbeiter, die in Lostorf engagiert sind, werden ihr Pensum etwas ausbauen, sodass sie in Obergösgen eine 30-Prozent-Stelle besetzen können. Im Rahmen der offenen Jugendarbeit soll ein regelmässiger Treff stattfinden, die Jugendlichen sollen eigene Veranstaltungen auf die Beine stellen oder an bestehenden Events, zum Beispiel dem Beizlifest, teilnehmen. Das Projekt kostet in der Pilotphase jährlich 45 000 Franken, die von der Versammlung einstimmig gutgeheissen wurden.

Das Budget für 2017 weist mit 193 300 Franken ein leicht grösseres Minus auf als letztes Jahr. Grund zur Sorge um eine Steuererhöhung ist dies aber nicht: «Eine solche haben wir nicht im Sinn, weil wir in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben», erklärte Finanzverwalter Markus Straumann.

Auf die Gemeinde Obergösgen kommen in den nächsten Jahren grössere Investitionen zu. Deshalb erstaunt der Betrag von 2 260 000 Franken in der Investitionsrechnung nicht. Das Budget, die Investitionsrechnung und auch der Steuerfuss wurden vom Souverän einstimmig angenommen.

Nach etwas mehr als zwei Stunden schloss Gemeindepräsident Christoph Kunz die Veranstaltung mit den Worten: «Das war mal wieder eine längere Versammlung.»

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