Die Einsprachefrist für die Überbauung Steinengasse ist vor wenigen Tagen abgelaufen. Gegen das Projekt, welches mehrere Mehrfamilienhäuser sowie ein Seniorenzentrum umfasst, sind keine Einsprachen eingegangen, wie Gemeindepräsident Peter Frei auf Anfrage sagt. Dabei habe man eigentlich durchaus noch mit «der einen oder anderen Einsprache gerechnet», so Frei.

Das dies nun nicht der Fall ist, beruht wohl auf der langen Vorgeschichte des Projekts. Die Überbauung an zentraler Lage hatte nämlich schon bald nach der ersten öffentlichen Präsentation im Jahr 2016 Kritiker auf den Plan gerufen. Gegen den Gestaltungsplan waren schliesslich über 20 Einsprachen eingegangen, woraufhin Konzessionen bei der Gebäudehöhe gemacht wurden.

Kritiker bezeichneten die Bauweise als «monoton» und sahen zu wenig Wertschöpfung. 2017 erhoben mehrere Gegner Einsprache beim Solothurner Regierungsrat. Diese wurden abgewiesen und der Gestaltungsplan genehmigt. Zwei Beschwerdeführer wendeten sich daraufhin an das Verwaltungsgericht, jedoch ohne Erfolg. Damit wäre den Steinengasse-Gegnern nur doch der Gang vors Bundesgericht geblieben, wovon diese letztlich aber absahen.

Sicherheit beschäftigt Anwohner

Damit war der Weg frei für die Bauausschreibung, gegen die – wie Eingangs erwähnt – keine Einsprachen mehr eingegangen sind. Gegenwärtig laufe das Genehmigungsverfahren noch, erklärt Frei. Bald werde das Baugesuch offiziell bewilligt. Gemeinde und Bauherren befänden sich im ständigen Austausch und auch zu den Anstössern pflege man einen engen Kontakt.

Es gehe nun darum, noch einige Detailfragen zu klären, etwa im Bereich des Installationsplatzes. Die Sicherheit sei ein Thema, welches Anwohner beschäftige, so Frei, da durch die Erschliessung des Areals Schulwege tangiert werden. Sicherheitsbedenken waren bereits an einem von der CVP organisierten Informationsanlass vor einem Monat geäussert geworden. Dort gaben die Bauherren zu verstehen, ein Trottoir und notfalls einen zusätzlichen Fussgängerstreifen errichten zu wollen. Die Baustelle selber soll von den Handwerkern hauptsächlich über die Lostorferstrasse angefahren werden.

Durchmischung angestrebt

Peter Frei ist froh, dass das Projekt nicht noch weiter verzögert wird. Das Seniorenzentrum Oase inklusive Pflegeplätzen für Demenzkranke sei für Obergösgen extrem wichtig. «Dadurch können die Leute im Dorf bleiben, wenn sie möchten», betont der Gemeindepräsident. Mit dem Mix aus Alters-, Miet- und Eigentumswohnung entstehe zudem eine gute Durchmischung des Quartiers. «Das ist genau das, was wir wollten», sagt Peter Frei. Ein genauer Termin für den Baustart steht noch nicht fest. Spätestens im Sommer soll es aber losgehen.