Däniken

Alle Kreditanträge ohne Fragen durchgewunken

Die Gemeinde Däniken schreibt für 2020 rote Zahlen

Die Gemeinde Däniken schreibt für 2020 rote Zahlen

Die Gemeindeversammlung von Däniken genehmigte einstimmig Investitionen für Strassen, Schützen und Schule.

Gleich drei Finanzgeschäfte standen auf der Traktandenliste der Däniker Gemeindeversammlung vom vergangenen Montagabend. Das erste betraf ein Verpflichtungskredit von 960'000 Franken für die Strassensanierung sowie der Ausbau der Wasser- und Abwasserleitungen der Unterdorfstrasse. Beim zweiten Traktandum ging es um einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 148'000 Franken, mit dem die acht elektronischen Trefferanzeigen im Schiesstand Studenweid ersetzt werden sollen.

Die Anlage sind in die Jahre gekommen und ist zunehmend störungsanfällig. Im dritten Geschäft beantragte der Gemeinderat, die Schulsozialarbeit an der Schule Däniken ab dem 1. August 2020 definitiv einzuführen und die damit verbundenen jährlich wiederkehrenden Kosten von 26'000 Franken ins Budget aufzunehmen. Dieser Betrag entspricht dem 15-Prozent-Pensum der Schulsozialarbeit. Im kommenden August endet die dreijährige Versuchszeit der Schulsozialarbeit auf Primarstufe, die laut Erika Schranz, Gemeinderätin Ressort Bildung, bereits positive Wirkung zeigt. Die drei Investitionsprojekte genehmigten die 91 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig und ohne Wortmeldungen.

Trotz tieferem Defizit ein «ungenügendes Resultat»

Auch das Budget wurde, trotz Aufwandüberschuss, ohne Fragen einstimmig angenommen. Der budgetierte Fehlbetrag beträgt rund 300'000 Franken. Finanzchef Martin Suter bezeichnete das Resultat als «ungenügend»: Massgeblich positiv beeinflusst wurde das Ergebnis nämlich von der Auflösung der Neubewertungsreserven, was als ausserordentlicher Ertrag von 830'000 Franken verbucht wurde.

Ohne diesen Betrag würde das Defizit rund 1.1 Millionen Franken betragen. Der Aufwandüberschuss wird aus dem Eigenkapital der Gemeinde gedeckt. «Der Gemeinderat hat sich entschieden, den Steuersatz vorerst nicht anzupassen», sagte Gemeindepräsident Mattias Suter. Der Steuersatz bleibt also bei 80 Prozent für natürliche und 60 Prozent für juristische Personen. Bei den Spezialfinanzierungen schliesst die Wasserversorgung mit einem Defizit von rund 157000 Franken. Die Abwasser- und Abfallbeseitigung weisen je eine kleinen Ertragsüberschuss aus.

SBB-Tageskarten nicht kostendeckend

Gemeindepräsident Matthias Suter berichtete der Versammlung über die Beschwerde der Gemeinde bezüglich dem Finanzausgleich, die das Verwaltungsgericht ablehnte (wir berichteten).
Die SBB-Gemeindetageskarten zum Preis von 44 Franken sollen weitergeführt werden, obwohl die Auslastung derzeit nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. Hier kamen dann doch noch Stimmen aus der Versammlung. Ein Einwohner regte an, den Reservierungsprozess zu digitalisieren. Da die Karten in Papierform immer noch auf der Gemeindekanzlei abgeholt werden müssen, sei es schwierig, diese zu digitalisieren und spontan zugänglich zu machen, erklärte Gemeindeschreiberin Andrea Widmer. Geprüft werde allerdings, ob kurzfristig bezogene Tageskarten günstiger angeboten werden können.

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