Däniken
AKW Gösgen ist von ENSI-Forderungen «nicht betroffen»

Im AKW Gösgen sind keine Schmiedeteile im Einsatz, die laut der französischen Atomaussichtsbehörde ASN Probleme bereiten könnten. Die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG reagiert damit auf eine Forderung der Aufsichtsbehörde ENSI, solche Teile zu prüfen.

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Laut der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG sind keine Schmiedeteile der Hersteller Le Creusot Forge und Japan Casting & Forging Corporation (JCFC) vorhanden.

Laut der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG sind keine Schmiedeteile der Hersteller Le Creusot Forge und Japan Casting & Forging Corporation (JCFC) vorhanden.

Keystone

Im Kernkraftwerk Gösgen seien keine Schmiedeteile der Hersteller Le Creusot Forge und Japan Casting & Forging Corporation (JCFC) vorhanden, teilte die KKG AG am Mittwoch mit. Unabhängig von eigenen Abklärungen sei dies auch von Areva, dem ursprünglichen Lieferanten des Kraftwerks, bestätigt worden.

Zudem wurden bei der Konstruktion der Kalotten der Dampferzeuger keine Schmiedeteile verwendet. Im AKW Gösgen sind diese laut Betreiberin aus gepresstem Blech gefertigt. Die Kernkraftwerk Gösgen AG habe dies dem ENSI schon am 27. Juni dieses Jahres mitgeteilt.

Am Dienstag nun forderte das ENSI das AKW Gösgen zusammen mit dem AKW Beznau auf, Teile ihrer Dampferzeuger zu überprüfen. Das ENSI reagierte damit auf Informationen aus Frankreich, wo fehlerhafte Bauteile aufgetaucht waren.

Neues Problem aufgetaucht

Im Juni habe das ENSI lediglich verlangt, dass die AKW Informationen einholen und prüfen, ob Bauteile der Schmiede Creusot Forge mit einer allfällig fehlerhafter Herstellungsdokumentation im Einsatz waren oder sind, sagte ENSI-Sprecher Sebastian Hueber auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Bei den jetzigen ENSI-Forderungen gehe es um eine vertiefte Prüfung des Materials. Die ASN habe das ENSI darüber informiert, dass nach den bisherigen Ergebnissen von Qualitätskontrollen an mehreren Schmiedeteilen von Dampferzeugern Bereiche mit erhöhtem Kohlenstoffgehalt festgestellt worden waren.

Ein erhöhter Kohlenstoffgehalt kann laut ENSI zu einer Verschlechterung der Materialeigenschaften des Stahls führen. Die Betreiberin des AKW Gösgen will dem ENSI den verlangten Bericht dennoch fristgerecht bis am 30. April 2017 einreichen.