Schönenwerd
Aareausstieg bei der Badi bleibt unbenützbar

Vorsicht beim Aareschwimmen: Der unterste Ausstieg bei der Badi Schönenwerd bleibt unbenützbar. Die Instandstellung lässt bis nächste Saison auf sich warten.

Christian von Arx
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Diese abgebrochene Treppe können Aareschwimmer nicht mehr für die Rückkehr in die Badi benützen, sie müssen früher aussteigen.

Diese abgebrochene Treppe können Aareschwimmer nicht mehr für die Rückkehr in die Badi benützen, sie müssen früher aussteigen.

Bruno Kissling

In der Badi Schönenwerd schätzen manche Gäste ein Bad in der Aare. Wer zuoberst im Badigelände in den Fluss steigt und zuunterst aussteigt, legt eine Schwimmstrecke von rund 250 Metern zurück.

Seit der Badesaison 2016 ist dieses Vergnügen nur noch eingeschränkt möglich. Beim wochenlangen Hochwasser im Frühjahr 2016 wurde ein Abschnitt des Ufers im untersten Bereich der Badi ausgeschwemmt und die Ausstiegstreppe zerstört. «Der Ein- und Ausstieg ist wegen ungenügender Uferbefestigung verboten», warnt ein Schild am Zugang von der Badi zur zerstörten Treppe – was dem Aareschwimmer wenig nützt, der sich vom Fluss aus dem vermeintlichen Ausstieg nähert. Wer sich gezwungenermassen weiter treiben lässt, muss ausserhalb des umzäunten Badigeländes aussteigen. Und das möglichst rasch, denn Gefahr droht einen Kilometer flussabwärts durch das Stauwehr.

Ganz unmöglich ist das Aareschwimmen von der Badi aus nicht, denn ein zweiter Ausstieg in der Mitte des Freibadgeländes, auf der Höhe des Badirestaurants, ist intakt. Die Schwimmstrecke verkürzt sich so auf etwa 150 Meter. Anfang der Saison hatte die Badi aus Sicherheitsüberlegungen die Einstiege in die Aare ganz gesperrt. Das stiess aber auf Protest der Aareschwimmer, wie Schönenwerds Bauverwalter Michael Purtschert berichtet. «Darum haben wir die oberen Ein- und Ausstiege wieder geöffnet», sagt er. «Aber die Benützung geschieht immer auf eigene Gefahr.»

Wer auf die Reparatur der Ausstiegstreppe für die Saison 2017 gehofft hatte, sah sich enttäuscht. «Ohne Befestigung des Ufers ist eine Reparatur der Treppe nicht möglich», erklärt Michael Purtschert. Das Projekt für die Uferbefestigung zeige Kosten im Bereich von 200'000 Franken. Wer zahlen muss, war nicht eindeutig: Die Badi gehört der Gemeinde, der Fluss samt Ufern dem Kanton. Jetzt ist die Lösung da: Am 12. Mai haben die Kantone Solothurn und Aargau der IBAarau die neue Konzession für das Kraftwerk Aarau erteilt. Darin ist festgelegt, dass die IBAarau die Ufer an «ihrer» Flusstrecke unterhalten muss. Das umfasst auch die Ufer bei der Badi Schönenwerd.

«Die IBAarau wird die Uferbefestigung im Herbst ausführen», stellt Bauverwalter Purtschert in Aussicht. Der Gemeinde Schönenwerd bleibt die weit weniger kostspielige Reparatur der Treppe. Im Sommer 2018 sollte der unterste Ausstieg aus der Aare wieder hergestellt sein.