Der Erlinsbacher Dorfkern soll aufgewertet werden. Zu diesem Zweck erwarb die Gemeinde Erlinsbach vor über einem Jahr die Liegenschaft am Dorfplatz 2. Sie will dort nebst Räumlichkeiten für eine Arztpraxis auch Wohnungen zur Verfügung stellen. Als Siegerprojekt ging ein Entwurf des in Zürich und Solothurn domizilierten Büros Phalt Architekten hervor. Nun liegen die detaillierten Baupläne auf. 

Ausbau der Praxis durch Mieter

Gemäss Bauausschreibung soll das Gebäude bis auf das Untergeschoss abgebrochen werden. Geplant ist ein dreigeschossiger Ersatzbau. Das Erdgeschoss beherbergt die Arztpraxis. Der Ausbau der Räumlichkeiten wird von der Mieterschaft vorgenommen, die dereinst die Hausarztpraxis führen wird. Vorgesehen sind unter anderem vier Sprechzimmer, zwei Multifunktionszimmer, ein Röntgenraum und ein Labor.

Die Praxis soll Platz für maximal zehn Arbeitsplätze bieten. Im Erdgeschoss sind zudem weitere Therapieräume, beispielsweise für Akupunktur und Ergotherapie, geplant. Im Ober- und Dachgeschoss werden insgesamt fünf Wohnungen erstellt: drei mit 212 und zwei mit 312 Zimmern. Die Wohnungen werden über einen separaten Eingang verfügen und Zugang zum Innenhof mit Gartensitzplatz haben.

Die Kosten des Neubaus werden gemäss dem öffentlich aufliegenden Baubeschrieb zirka 3,9 Millionen Franken betragen. Darin eingeschlossen sind die Kosten für den Innenausbau der Praxis, nicht aber für den Landerwerb.

Der Baubeginn ist nach Auskunft der Gemeinde voraussichtlich Anfang 2019. Der Bezug der Praxis soll per Januar 2020 erfolgen, die Wohnungen werden einige Monate später bezugsbereit sein. Die Bauausschreibung liegt auf der Gemeindeverwaltung auf. Die Einsprachefrist endet am 31. August.

Die Gemeinde Erlinsbach hatte die Liegenschaft im März 2017 für 690 000 Franken gekauft. Für den Totalumbau wurde im selben Jahr an der Urne einem Kredit in der Höhe von 1,5 Millionen Franken zugestimmt. Weil sich der Umbau aber im Zuge der Planung als aufwendiger herausstellte als ursprünglich erhofft, musste der Gemeinderat zwei Nachtragskredite beantragen. Insgesamt belaufen sich die Kredite nun auf rund 3,5 Millionen Franken. (LBO)