Däniken
2017 will die SVP ein siebtes Mandat gewinnen

In der Bühlhalle hat die SVP der Amtei Olten-Gösgen am Mittwoch 19 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kantonsratswahlen nominiert.

Kelly Spielmann
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13 der 19 Kantonsratkandidatinnen und -kandidaten der SVP Olten-Gösgen (sechs Nominierte waren abwesend).

13 der 19 Kantonsratkandidatinnen und -kandidaten der SVP Olten-Gösgen (sechs Nominierte waren abwesend).

Bruno Kissling

An der Nominationsveranstaltung der Amteipartei Olten-Gösgen, welche am Mittwoch in der Bühlhalle in Däniken stattfand, konnte die SVP 19 Kandidierende für die Kantonsratswahlen vom 12. März 2017 aufstellen. Der Abend startete mit einer Begrüssung des Amteiparteipräsidenten und bisherigen Kantonsrats Walter Gurtner.

Die Vorstellung der Kandidierenden wurde vom Kantonsrat und Regierungsratskandidaten Manfred Küng (Kriegstetten) eingeleitet und von Nationalrat Christian Imark moderiert. Jeder und jede der 14 anwesenden Kandidierenden wurden mit einem kurzen Interview vorgestellt. Im Anschluss daran fand die Nomination unter der Regie von Nationalrat Walter Wobmann statt.

Wobmann äusserte sich zum Hauptziel der SVP-Amteipartei bei den nächsten Kantonsratswahlen: «Wir brauchen ein Mandat mehr», erklärte der Nationalrat mit ernster, überzeugter Miene.

Dies war der Tenor des ganzen Abends: Die sechs Mandate, welche die SVP Olten-Gösgen momentan im Kantonsrat besetzt, seien nicht genug, sondern müssen auf sieben erhöht werden, äusserten sich mehrere der Kandidierenden. Aus dem Publikum folgten jeweils zustimmende Rufe und lautes Klatschen.

Für die SVP-Liste wurden sechs Frauen und dreizehn Männer nominiert. Elf der Kandidierenden kommen aus dem Niederamt, vier aus Olten und vier aus dem Untergäu. Die Jüngste unter den Kandidierenden ist Michal Hirschi (Starrkirch-Wil) mit 19 Jahren.

National bekannter Kandidat

Als auffälligste Kandidatur lässt sich diejenige von Christian Riesen (Wangen) bezeichnen. Der gebürtige Berner sorgte in den letzten Jahren mehrmals für Medienberichte. 1997 hatte der damals 27-Jährige unter dem Titel «Todesstrafe muss sein» ein Buch veröffentlicht, in dem er auf über 100 Seiten für die Einführung der Todesstrafe argumentierte.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärt Riesen heute, dass es sich dabei um «jugendlichen Leichtsinn» gehandelt habe. Die eidgenössische Volksinitiative «Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch», die 2010 nach der Vorprüfung durch die Bundeskanzlei im Bundesblatt publiziert worden war, für die jedoch die nötigen Unterschriften nie eingereicht wurden, habe er nicht unterstützt. «Dieses Thema ist für mich abgeschlossen. Ich setze mich heute hauptsächlich mit der Energiepolitik auseinander, diese ist mir nun wichtig», so Riesen.

Die Nominierten sind, im Bild von links: Filippo Guizzardi (Hägendorf), Christian Werner (Olten, bisher), Markus Rezzonico (Trimbach), Tobias Fischer (Hägendorf, bisher), Andreas Baumann (Obergösgen), Werner Ramel (Gretzenbach), Nadine Ruch (Schönenwerd), Sabrina Weber-Sutter (Dulliken), Judith Engel (Lostorf), Rolf Sommer (Olten, bisher), Eva Riesen (Wangen), Christian Riesen (Wangen), Walter Gurtner (Däniken, bisher). Auf dem Bild fehlen: Johannes Brons (Schönenwerd, bisher), Michal Hirschi (Starrkirch-Wil), Franziska Jenelten (Schönenwerd), Philippe Ruf (Olten), Matthias Borner (Olten) und Mischa Wyss (Starrkirch-Wil). Der amtierende Kantonsratspräsident Albert Studer (Hägendorf) ist der einzige Bisherige, der 2017 nicht mehr kandidieren wird.