«Laski’s Late Light»

18-Jähriger überrascht Publikum: «Er ist nah beim Publikum und hat dieses auch miteinbezogen»

Seine «Laski’s Late Light»-Show lockte Prominenz an. Nach holprigem Start kam der Abend im Mühlemattsaal in Trimbach in Fahrt

Der Vorhang öffnete sich und die Showband «The Odd Ones» kam zum Vorschein. Gespannt warteten die Gäste auf die ersten Töne der Sängerin, doch bei dieser bewegten sich nur die Lippen. Beim Tontechniker brach Hektik aus.

Nach einem kurzen Gang hinter die Bühne schien dieser das Problem aber schnell erkannt zu haben und die einladende Stimme von Taylor Eng ertönte im Trimbacher Mühlemattsaal. Den gut 180 Besuchern bot sich ein professionelles Bühnenbild, das trotz «low budget», wie Talkmaster Luigj Laski während der Show immer wieder erwähnte, nicht billig wirkte.

Ein bisschen angespannt begrüsste Laski sein Publikum. Mit Jenny Kaufmann betrat eine junge Pianistin als erster Gast die Bühne. Sie vermochte das Publikum mit «Bella Ciao» zu faszinieren, was erstmals grossen Applaus im Saal auslöste. Danach wurde mit Sara Bachmann ein bekanntes Gesicht auf die Bühne geholt. Die Fernsehmoderatorin konnte Laskis Anspannung sichtlich nehmen. Durch ein unterhaltsames Gespräch mit diversen Videosequenzen sprang der Funke auf das Publikum herüber.

Merchandise für guten Zweck

Bevor es in die Pause ging, wurde der dritte Gast begrüsst: Anna Smith, eine Sängerin aus Winterthur, erzählte unter anderem von ihren neuen Projekten. Dass Laski nun lockerer auf der Bühne stand, merkte man daran, dass er sich auch selber auf die Schippe nahm. Bei einem Spiel mit seiner Showband-Sängerin Taylor Eng und Anna Smith wurde er etwa gefragt, wer von beiden in Führung liege. Der KV-Lehrling bei der Raiffeisenbank Olten antwortete, Rechnen sei nicht seine Stärke.

Prompt wurde er von seiner Sängerin gefragt, ob sein Chef denn heute nicht anwesend sei? Lautes Lachen im Publikum war zu vernehmen. Der Showmaster scheint auch ein grosses Herz zu haben. Die Einnahmen des Merchandise-Verkaufs würden der Stiftung Theodora, die mit Clowns Kinder in Spitälern unterhaltet, zugutekommen, erklärte der Trimbacher während der Vorstellung.

Dass nicht nur diese Aussage gut angekommen ist, sondern auch die Show, wurde vom Publikum bestätigt. Manuela Heuberger aus Wauwil LU meint: «Ich habe die Tickets am Radio gewonnen. Ich bin positiv überrascht, was ein solch junger Künstler auf die Beine gestellt hat.» Dem stimmt auch Lucie Wüest aus Geuensee LU zu. Sie kam als Begleiterin von Heuberger nach Trimbach und erzählt: «Die Show war sehr lustig und unterhaltsam. Laski ist nahe beim Publikum und hat dieses auch immer wieder in seine Show miteinbezogen.»

Die Frage, ob sie auch für die Show bezahlen würden, wenn sie die Tickets nicht gewonnen hätten, beantworteten beide mit einem überzeugten Ja. Auch Daniel Jeker und Gregory Fink aus Trimbach sind voll des Lobes. Fink wurde von Jeker eingeladen und meint: «Dieser Mann hat Potenzial. Ich bin gespannt, wie er sich entwickeln wird.» Und Jeker ergänzt: «Ich finde das Konzept mit den verschiedenen Gästen super.»

Eier-Spiel mit Youtuber

Als weiterer Gast wurde Michel Birri, der Mister Hitparade von SRF 3, auf der Bühne empfangen. Birri erklärte, dass er unter anderem immer wieder mit Bastian Baker oder Lukas Studer verwechselt werde. Zum Schluss der Show veranstaltete der Youtuber Mister Elias ein Spiel mit Sara Bachmann und Luigj Laski, bei dem man Eier auf den Köpfen zerschlagen musste. Acht waren gekocht, vier roh.

Ob und wie es mit «Laski’s Late Light»-Show weiter geht, steht in den Sternen. Geht es aber nach den Meinungen des Publikums und des Künstlers selbst, wird man in Zukunft noch viel von Luigj Laski aus Trimbach hören.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1