Alexei S.* verübte mit Komplizen im Sommer 2016 eine Einbruchsserie in der Schweiz –  darunter in Trimbach, Balsthal und Matzendorf. Für die insgesamt 14 Einbruchdiebstähle musste sich der Rumäne am Montag, 3. September, vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen verantworten. Ihm wurden banden- und gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen. Bei den Diebestouren entstand ein Sachschaden von 47'000 Franken. Der Wert der Beute beträgt mehr als 43'000 Franken.

Der Angeklagte gab seine Beteiligung an den Einbrüchen zu und legte ein Geständnis ab. Er sagte vor Gericht aus, er sei zu den Einbrüchen gezwungen worden, da er seine Schulden so habe abarbeiten müssen. Die letzten beiden Einbrüche im zürcherischen Regensdorf habe Alexei S. nur verübt, um Geld für den Kauf eines Autos zusammenzubekommen. Damit hätten er und einer seiner Komplizen zurück nach Rumänien fahren wollen. Kurz darauf wurden sie jedoch von der Polizei verhaftet. Alexei S. befindet sich nun seit rund zwei Jahren im vorzeitigen Strafvollzug.

Das Amtsgericht Olten-Gösgen verurteilt den 32-Jährigen zu 48 Monaten Freiheitsstrafe. Die abgesessene Zeit in der Untersuchungshaft sowie im vorzeitigen Strafvollzug seien anzurechnen, sagt Gerichtsschreiber Lukas Zumstein. Zudem würden alle Zivilforderungen vom Gericht anerkannt. Alexei S. wurde in allen Punkten für schuldig befunden.

Die Sachverhalte und die Beweislage seien klar, so Zumstein. Bei den beiden Einbrüchen in Regensdorf fällt jedoch der Zusatz der Bandenmässigkeit weg. Grund dafür sei, dass diese Taten mit anderen Personen zusammen begangen worden seien als diejenigen zuvor. Zudem habe es sich bei den Beteiligten nicht um eine Bande gehandelt. Die Einbrüche seien zwar gewerbsmässig verübt worden, eine Regelmässigkeit sei jedoch nicht geplant gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (SIL)

* Name von der Redaktion geändert.