Die Pensionskasse Coop hat grosse Pläne: Zwischen der Hinteren Schachenstrasse und der Erlinsbacherstrasse in Niedergösgen soll die Überbauung «Auenpark» entstehen. Dies wurde vor rund einem Jahr mitgeteilt. Nun ist der Gestaltungsplan auf der Gemeindeverwaltung öffentlich einsehbar. Bis zum 10. April kann gegen das Vorhaben schriftlich Einsprache erhoben werden.

Laut Gestaltungsplan soll es sich beim Projekt um eine «qualitativ hochstehende Wohnüberbauung» handeln, welche «einen aktiven Beitrag an die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde leisten» soll. Betroffen sind die Grundstücke mit den Grundbuchnummern 733, 736 und 583. Insgesamt sollen dort rund 130 neue Wohnungen in zehn Gebäuden entstehen.

Das Modell der Überbauung aus östlicher Sicht

Das Modell der Überbauung aus östlicher Sicht

Zwei Bebauungstypen geplant

Vier dieser Gebäude sollen entlang des Hangs im westlichen Teil des Areals gebaut werden. Bei diesen handelt es sich um den Typ «versetzte Riegel» – die vier Gebäudevolumen ergeben in sich versetzt einen Riegel gegen die lärmbelastete Erlinsbacherstrasse. Auf der Ostseite sind sechs sogenannte «Flügelhäuser» geplant. Durch diese Anordnung der Wohnblöcke soll eine möglichst gute Südausrichtung der Loggien und eine optimale Orientierung aller Wohnungen ermöglicht werden. Ein weiterer Vorteil dieser Aufteilung soll eine «sympathische Annäherung bezüglich Massstäblichkeit und Kalibrierung an das östliche Wohnquartier» sein. Zudem soll diese Bauweise zu «abwechslungsreichen, gut proportionierten Zwischenräumen und einem zentralen, grosszügigen Freiraum zwischen den beiden unterschiedlichen Bebauungstypen» führen.

Erschlossen soll der Auenpark über die Hintere Schachenstrasse werden. Über diese soll ungefähr in der Mitte des Areals die geplante Einstellhalle erreicht werden können. Die Einstellhalle soll im Untergeschoss entstehen und sich über die gesamte Länge des Areals erstrecken, in der Breite entspricht sie dem Freiraum zwischen den versetzten Riegeln und Flügelhäusern.

70 Wohnungen in erster Etappe

Wegen der Grösse des zu bebauenden Areals müssten die Arbeiten an der Überbauung in zwei bis drei Etappen erfolgen. Die erste dieser Etappen umfasst den südlichen Teil des Areals. In dieser sollen zwei Gebäude der versetzten Reihen und drei Flügelhäuser und somit die ersten 70 Wohnungen entstehen. Die zwei westlichen Gebäude sollen über je 15, die drei östlichen über elf, 14, und 15 Wohnungen verfügen. Insgesamt würden durch diese Aufteilung 32 2½-Zimmer-Wohnungen, 26 3½-Zimmer-Wohnungen sowie 12 4½-Zimmer-Wohnungen entstehen. Dies entspricht einer Wohnfläche von insgesamt 5309 m2. Die Erschliessung der Einstellhalle würde in der ersten Etappe realisiert werden, die Halle soll danach einfach Richtung Norden erweitert werden können.

In der zweiten Etappe müssten bestehende Wasser- und Kanalisationsleitungen umgelegt werden. Sollte sich bis zu Beginn der zweiten Bauetappe herausstellen, dass sich die Nachfrage nach Wohnungstypen und -grössen geändert hat, ist geplant, darauf reagieren zu können und allfällige Änderungen vorzunehmen.