Erfolg
«Nez rouge» Solothurn: Von Rekord zu Rekord

Die Organisation «Nez rouge» war im Kanton Solothurn über die Festtage so erfolgreich unterwegs wie noch nie. Dies im Gegensatz zur landesweiten Entwicklung. Insgesamt konnten nur gerade drei kantonale Sektionen zulegen.

Franz Schaible
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«Nez Rouge» in Solothurn so erfolgreich wie noch nie. (Symbolbild)

«Nez Rouge» in Solothurn so erfolgreich wie noch nie. (Symbolbild)

Keystone

«Wir sind sehr zufrieden. Unsere Dienstleistung wurde stark nachgefragt», zieht Jeanette Jäggi, Vorstandsmitglied von «Nez rouge» Solothurn, Bilanz über die Saison 2010. Insgesamt liessen sich über die Festtage 644 Menschen nach Hause chauffieren. Das entspricht einer Zunahme von fast elf Prozent.

Damit heben sich die Solothurner positiv von der Gesamtentwicklung ab. Denn nur gerade die Kantone Tessin und Wallis verzeichneten ebenso einen Anstieg der beförderten Personen. Gesamtschweizerisch ging die Anzahl der transportierten Menschen um 13 Prozent auf 21 000 zurück. Begründet wird der Rückgang mit den teilweise schlechten Strassenverhältnissen. An einigen Abenden hätten die Aktivitäten stark eingeschränkt werden müssen.

«Befinden uns noch im Steigflug»

Die gegenläufige Entwicklung der Unfallverhütungskampagne im Solothurnischen begründet Jäggi damit, dass diese Dienstleistung in unserer Region noch relativ «jung» sei. Die Aktion «Nez rouge» wurde vor 21 Jahren lanciert, die Sektion Solothurn aber existiere erst seit fünf Jahren. Deshalb sei das Potenzial an Nutzern der Dienstleistung höher. «Wir befinden uns noch im Steigflug.»

Starke Zunahme der Freiwilligen

Ebenfalls habe der steigende Bekanntheitsgrad zur positiven Entwicklung beigetragen. So habe «Nez rouge» Solothurn in dieser Saison dank einem Sponsor mehrmals einen Radiospot senden lassen können. Zudem habe sich die Präsenz in den regionalen Medien generell erhöht. «Wir sind heute in der Öffentlichkeit viel präsenter als noch zu Beginn vor fünf Jahren.» Dies wirke sich auch auf die Rekrutierung von Freiwilligen aus, ohne die das «Ganze» nie funktionieren würde. 40 neue Fahrer und Fahrerinnen hätten sich gemeldet. Insgesamt waren in dieser Saison 85 Freiwillige unterwegs.

Die Fahrer und Fahrerinnen waren in der Zeitperiode vom 3. Dezember bis am 1. Januar im Einsatz. Höhepunkt war die Silvesternacht. Allein am Jahreswechsel wurden
222 Menschen nach Hause gebracht, wie Jäggi meldet. Nebst mit den «Gästeautos» waren die Freiwilligen mit 18 von Garagen zur Verfügung gestellten Fahrzeugen unterwegs.